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Porno-Auftritt: Grüne verteidigen Berliner Polizeischüler

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Porno-Auftritt: Grüne verteidigen Berliner Polizeischüler

30.01.2017, 12:08 Uhr | dpa

Nach Debatten um den Porno-Auftritt eines Berliner Polizeischülers haben die Grünen der Behörde überholte Moralvorstellungen vorgeworfen. In bemüht-witzigen Formulierungen kritisierte die Abgeordnete June Tomiak am Montag in einer Mitteilung: "Dieser versteifte Umgang mit der Thematik ist im Jahre 2017 überholt. Der Polizeianwärter praktizierte augenscheinlich Safer Sex, steht also beruflich wie privat für Verkehrssicherheit. In meinen Augen scheint er damit gute Voraussetzungen für den Polizeidienst mitzubringen."

Tomiak (19) betonte, wegen eines drei Jahre alten pornografischen Films "potenziell die berufliche Zukunft eines jungen Menschen zu zerstören" sei unverständlich. Man müsse zwar über Sexismus in Pornos sprechen. Pornos, die aber "auf Respekt und Konsens basieren, können sogar dabei helfen, diese Werte auch im Privaten zu vermitteln".

Der Polizeischüler hatte in einem kurzen Film mit dem Namen "Pimmel Bingo 8" mitgespielt. Die Beteiligung fiel bei der Polizei auf. Die Behörde kündigte an, mögliche Konsequenzen zu prüfen, weil der Auftritt mit dem Beamtenstatus nicht vereinbar sei und möglicherweise dem Ansehen der Polizei schade. Von einem Rauswurf war allerdings nicht die Rede, es gehe eher um geringere disziplinarrechtliche Folgen, hieß es.

Tomiak will nun durch eine parlamentarische Anfrage unter dem kalauernden Titel "Rein oder raus ins Beamtenverhältnis" mehr über das Verhältnis der Polizei zu Pornografie und dem Mitwirken des Polizeischülers wissen. In der Anfrage heißt es unter anderem: "Liegt dem Senat der Film "Pimmel Bingo 8" vor? Falls nicht, wie ist der Senat dann im Stande, den Film zu bewerten? Falls ja, in welcher Form liegt der Film vor und durch wen wird er geprüft?"

Laut den Informationen der Grünen wurde der Film am 30. März 2014 gedreht, die Darsteller erhielten als Honorar demnach 20 Euro oder eine DVD.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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