Nürnberg

Nürnberg (Quelle: Getty Images/Oleksiy Mark)

Informationen zur Stadt Nürnberg

Seine mehr als 500.000 Einwohner machen Nürnberg zu einer der 15 größten Städte Deutschlands. Nach München ist es die zweitgrößte Stadt im Bundesland Bayern. Bereits im Mittelalter entwickelt sich die Region in Mittelfranken prächtig. Heute ist sie mitunter für ihren Verkaufsschlager zur Weihnachtszeit, den Lebkuchen, sowie den Christkindlesmarkt bekannt.

Die Geschichte Nürnbergs
Historiker datieren erste Siedlungsspuren in der Nähe des heutigen Hauptmarktes in Nürnberg um das Jahr 850. Wann die Stadt im Frankenbezirk gegründet wurde, ist nicht überliefert. Der Zeitraum wird zwischen 1000 und 1040 geschätzt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahr 1050. Nürnberg war im Mittelalter vor allem bei den deutschen Kaisern beliebt. Karl IV. erließ hier 1356 die Goldene Bulle, das Gesetzbuch des Heiligen Römischen Reiches. Die Nürnberger Börse diente als Bindeglied im Handel zwischen Italien und anderen europäischen Wirtschaftszentren. Über Venedig wurde ein reger Warenaustausch mit der Levante betrieben. In dieser Zeit zählte Nürnberg zusammen mit Köln und Prag zu den größten Städten des Reiches.

Während des 30-jährigen Kriegs (1618–1648) tobten rund um die Stadt schwer Gefechte. Erobert wurde Nürnberg zwar nicht, doch durch die Zerstörung und die Unruhen musste die Region schwere wirtschaftliche Einbußen verkraften. Nach dem Krieg fand 1649 in Nürnberg das Friedensmahl statt, bei dem die Konfliktparteien in mehrere Tage andauernden Feierlichkeiten den Frieden besiegelten.

Im 18. Jahrhundert unterstellte sich Nürnberg nach Drängen der preußischen Verwaltung schließlich der preußischen Herrschaft. Der Vertrag wurde allerdings nicht vollzogen, da Preußen von Nürnbergs Schulden abgeschreckt wurde. Nachdem die französischen Besatzer die Stadt übergaben, übernahm das Königreich Bayern 1806 die exorbitanten Schulden der Reichsstadt Nürnberg als Teil der gesamtbayerischen Staatsschulden und sorgte damit für deren Konsolidierung und Tilgung.

Wirtschaftlich blieb Nürnberg am Puls der Zeit: Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem der industriellen Zentren in Bayern. 1835 fuhr der "Adler" als erste Eisenbahn für den Personenverkehr in Deutschland von Nürnberg nach Fürth. In den 1840er-Jahren erreichte der 1835 bis 1846 erbaute Ludwig-Donau-Main-Kanal die Stadt, so wurde Nürnberg zur Hafenstadt.

Im Zweiten Weltkrieg war Nürnberg eines der am stärksten getroffenen Ziele alliierter Luftangriffe. Am 2. Januar 1945 wurde die Nürnberger Altstadt durch abgeworfene Bomben fast vollständig zerstört. Nach dem Krieg gab es Überlegungen, die zerstörte Stadt komplett aufzugeben und an anderer Stelle neu aufzubauen. Sie wurden allerdings verworfen. Während der Zeit des Nationalsozialismus bezeichneten die Nationalsozialisten Nürnberg als "Stadt der Reichsparteitage". Sie wurde zu einem der zentralen Orte nationalsozialistischer Propaganda. Die Nürnberger Gesetze, auch Nürnberger Rassengesetze genannt, verabschiedete der 7. Reichsparteitag der NSDAP am 15. September 1935.

Anfang 1948 wurde aufgrund eines Architekturwettbewerbs entschieden, dass die weitgehend zerstörte Stadt nach Bebauungsplänen von Heinz Schmeißner und Wilhelm Schlegtendal wiederaufgebaut werden soll. Als Orientierung beim Wiederaufbau dienten die historischen Stadtstrukturen. Viele bedeutende Kirchen wurden weitestgehend rekonstruiert, ebenso Bauten entlang der späteren Historischen Meile wie die Reichsburg. Bedeutende Bürgerhäuser wie das Toplerhaus und das Pellerhaus oder die Bauten am Hauptmarkt wurden allerdings nicht oder nur teilweise wiederaufgebaut.

Bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt

Die nationalsozialistische Vergangenheit prägt Nürnberg noch heute. An mehreren Stellen der Stadt wird der Opfer der NS-Gewaltherrschaft gedacht. So zum Beispiel auf dem Jüdischen Friedhof in der Schnieglinger Straße 155 (Westfriedhof). Hier befinden sich die Gräber von 31 KZ-Häftlingen. Am Plärrer wurde 2007 das Zwangsarbeitermahnmal "Transit" eingeweiht, das an die im Zweiten Weltkrieg nach Nürnberg verschleppten Zwangsarbeiter erinnert.

Im Albrecht-Dürer-Haus, das Wohnhaus des bekannten Nürnberger Malers, werden Besucher über Dürers Leben informiert. Geschichtsinteressierten werden im Kaiserburg-Museum in der Nürnberger Burg viele interessante Fakten rund um die Stadtgeschichte präsentiert. Nürnberg machte sich aber auch als Produktionsstätte für Spielzeug einen Namen, dazu gibt es Ausstellungen im Spielzeugmuseum. Viele Touristen kommen aber vor allem wegen der malerischen Altstadt und ihrer Architektur.


Die Veranstaltungs-Highlights des Jahres
Die Altstadt Nürnbergs bietet aber nicht nur beeindruckende Gebäude, sie ist auch Schauplatz vieler Veranstaltungen wie der jährlich im Mai stattfindenden Blauen Nacht. Sie lädt ein, die zahlreichen Museen und Kultureinrichtungen vom frühen Abend bis in die Morgenstunden bei unzähligen Darbietungen und Performances kennenzulernen. Die Altstadt erstrahlt dazu in einem blauen Licht.

Das Nürnberger Bardentreffen, am ersten Wochenende der Schulsommerferien, zählt mit seinen 200.000 Besuchern als das größte Weltmusik- und Songwriter-Festival der Erde. Zum kostenlosen Klassik Open Air, bei dem die Nürnberger Symphoniker und die Nürnberger Philharmoniker in einer ungezwungenen Picknick-Atmosphäre am Luitpoldhain an zwei Abenden auftreten, kommen jährlich rund 100.000 Besucher.

Über die Grenzen Deutschlands hinweg ist Nürnberg aber auch für seinen Weihnachtsmarkt bekannt. Der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt am Hauptmarkt lockt Besucher aus aller Welt an. Am Rathausplatz präsentieren sich zu dieser Zeit auch zahlreiche Partnerstädte mit ihren Ständen.

Eine Spezialität: Nürnberger Lebkuchen
Der Nürnberger Lebkuchen ist eine der beliebtesten Gebäcksorten der Weihnachtssaison. Er steht für Aromavielfalt und in früheren Zeiten kostspielige Gewürze, die die Stadt durch den Fernhandel bereits im Mittelalter ihren Bewohnern und Einkäufern zur Verfügung stellen konnte. Die Produktion des Lebkuchens in Nürnberg ist seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegt.

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