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Schlag gegen Modchip-Händler

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Spielekonsolen-Mods  

Schlag gegen Modchip-Händler

03.08.2007, 14:53 Uhr | Golem.de / jr

Kampf gegen Modchips (Bild: T-Online)Kampf gegen Modchips (Bild: T-Online)In einer groß angelegten Aktion sind Industrie und Agenten aus 22 Büros des US Immigration and Customs Enforcement (ICE) gegen Importeure und Distributoren von illegal veränderten Chips für Spielekonsolen vorgegangen. In den USA gelten diese "Modification Chips" (kurz: Modchips) seit Einführung des umstrittenen "Digital Millennium Copyright Act" (DMCA) als verboten, und die Behörden gingen seitdem wiederholt gegen Modchip-Händler vor. So wurden am 1. August im Rahmen der Aktion 32 Hausdurchsuchungen in 16 US-Staaten gegen Händler von "illegalen Geräten zum Umgehen von Kopierschutz-Technik in Top-Spielekonsolen" durchgeführt. Laut der ICE handelte es sich um die "bisher größte nationale Aktion gegen diese Art von illegalen Aktivitäten." Ziel waren Personen, die in den direkten Import, die Installation, den Verkauf und die Distribution der aus dem Ausland stammenden und in die USA geschmuggelten Modchips verwickelt sein sollen.

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Zocken mit raubkopierten Games

Die Modchips und auch die sogenannten "Swap Discs" erlauben es in der Regel, illegal kopierte Spiele (Schwarzkopien) auf Spielekonsolen zu nutzen. Im Rahmen der landesweiten Durchsuchungen wurden illegale Produkte für Wii, Playstation 2, Xbox und Xbox 360 erwähnt. "Unerlaubte Geräte wie die heute im Rampenlicht stehenden werden nur aus einem Grund entwickelt, die Umgehung von Urheberrechtsschutzmaßnahmen", betonte Julie L. Myers, Assistant Secretary der "Homeland Security for Immigration and Customs Enforcement". Dabei wird allerdings verschwiegen, dass viele Modchips auch noch Funktionen haben, die auf vielen Konsolen noch gesperrte Importspiele oder private Software-Entwicklung ermöglichen. Es gibt also mehr als einen Grund zum Einbau eines Modchips. Allerdings haben einige Hersteller wie etwa Sony bei der Playstation 3 angefangen, den Kunden mehr Freiräume zu lassen und ihnen die Nutzung von legal in anderen Ländern gekauften Spielen zu erlauben.

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Schutz durch Ländercodes

Bei der Wii-Konsole hat Nintendo sich hingegen - wie Microsoft bei der Xbox und Xbox 360 - für Ländercodes entschieden, so dass Fans von japanischen Spielen entweder eine zweite Konsole aus Japan brauchen oder sich nach einen Modchip umschauen müssen, der auch gekaufte Importspiele lädt. Die private Software-Entwicklung für ihre geschlossenen Spielekonsolen oder Spiele-Handhelds sehen Unternehmen ebenfalls nicht sonderlich gerne. Auch hier sind Modchips oft der Ausweg. Das ändert allerdings nichts daran, dass diese Chips wegen der etwa über das Internet verbreiteten Schwarzkopien ein gravierendes Problem für die Spielekonsolen-Hersteller und ihre Partner darstellen.

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Großer wirtschaftlicher Schaden

Wii-Modchips (Bild: T-Online)Wii-Modchips (Bild: T-Online)In Bezug auf den Modchip-Handel erklärt Myers weiter: "Diese Verbrechen kosten seriöse Unternehmen jährlich Milliarden von Dollar und fördern viele weitere Ebenen von Kriminalität, wie Schmuggel, Software-Piraterie und Geldwäsche." Das ICE führt dazu Schätzungen der Handelskammer an, denen Zufolge der US-Wirtschaft jährlich zwischen 200 und 250 Milliarden US-Dollar durch Produktfälschungen und Piraterie verloren gehen. Dies kostet in der Folge bis zu 750.000 Jobs. Die an der Aktion beteiligten Unternehmen, Nintendo und Microsoft, sowie der US-Branchenverband "Entertainment Software Association" (ESA) zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis der Durchsuchungen. Microsoft spricht von einem wichtigen Schritt für den Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen.

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