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Horror-Adventure: "Silent Hill 4: The Room"

Silent Hill 4  

Der Horror kehrt zurück

30.05.2005, 16:36 Uhr | Medienagentur plassma / as, t-online.de

Konamis Horror-Adventure "Silent Hill" ist für zwei Dinge berühmt: Einen ständig hohen Adrenalinpegel und intelligenten Spielspaß. Mit "The Room" geht das Grusel-Abenteuer nun in die vierte Runde. Im Vergleich zu den Vorgängern gibt es jedoch keine revolutionären Innovationen zu vermelden. Eher vorsichtige, aber gezielte Änderungen sollen das Spiel verbessern, aber nicht zu sehr vom bisherigen Weg abbringen.

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Download Demo von "Silent Hill 4" (498 MB)

Psycho-Thriller
Was "Silent Hill" von Genrekollegen unterscheidet, ist die Art des Gruselns. Nicht vordergründige Splattereffekte und Blut in Hülle und Fülle, sondern subtiler, psychologischer Nervenkitzel stehen an erster Stelle. Nebelschwaden und allgegenwärtige Finsternis sorgen allein für schon weiche Knie. Blasse Farben, fahles Licht und besonders die Soundkulisse sorgen dann für den Rest. Wer da nicht hinter der Couch Deckung sucht, hat Nerven aus Stahl.

Horror mit Weile
Eher gemächlich schreitet man durch meist ziemlich leere Gebäude, Gänge und auch offene Areale - mit einer beängstigenden Friedhofsstimmung im Nacken. In besonders dunklen Abschnitten sieht man nämlich nur soweit, wie der Lichtkegel der Taschenlampe oder der Fackel reicht. So steigert sich die Spannung ins Unerträgliche, wenn die Sicht nur wenige Meter beträgt, man aber schon von weiter Entfernung ein leises Schlurfen, Ächzen oder Stöhnen vernehmen kann.

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Das Grauen in den eigenen vier Wänden
Die wohl gravierendste Neuerung steht in Zusammenhang mit dem Titel "The Room". Der neue Charakter Henry Townshend erwacht in seinem Appartement in der kleinen Stadt South Ashfield, unweit von Silent Hill. Eine mit dicken Schlössern und Ketten verhängte Wohnungstür hindert ihn daran, das Zimmer zu verlassen. Nur ein kleiner, düsterer Gang scheint nach draußen zu führen, aber dieser Weg führt Henry auf direktem Weg ins Grauen. Eine Parallelwelt voller unwirklicher Gestalten erwartet den Spieler am anderen Ende.

Zwei Welten
Mit dieser Neuerung wollen die Macher die Angst auf die nächste Ebene bringen, denn was ist Furcht erregender als das Grauen in den eigenen vier Wänden? Verstärkt wird das Ganze durch die Wahl der Perspektive. In der Geisterwelt kämpft man sich wie gewohnt aus der 3rd-Person-View mit fixen Kameraperspektiven. Im eigenen Zimmer bewegt sich der Spieler in der Ego-Sicht. Ein kleines Icon links oben zeigt, ob es sich lohnt einen Gegenstand näher zu untersuchen. Man kann mittels zufällig verstreuter Durchgänge von der Parallelwelt in die Wohnung zurückkehren, aber bei jedem Besuch hat sich etwas verändert.

Beschränkte Mittel
Bewaffnet mit einer Brechstange, einer Pistole mit stark begrenzter Munition, einer Fackel und einem Medipack stellt man sich anfangs den Gefahren der Finsternis. Später findet man natürlich noch bessere Wummen. Manche Geister kann man allerdings gar nicht töten, muss sie also am besten außer Gefecht setzen und dann schnell das Weite suchen. Das ist des Öfteren die bessere Lösung, denn Kämpfe kosten meist nur die knappe Munition und Lebensenergie. Erst mit den Silberkugeln kann Henry die Geister wirklich töten. 

Geheimnisvolle Nachbarin
In einigen Abschnitten wird Henry von seiner Nachbarin Eileen begleitet, die mit der Zeit immer ramponierter aussieht: Zerrissene Kleidung, offene Wunden und ein Hinkefuß sind die sichtbaren Anzeichen hierfür. Mit ihrem schmucken Handtäschchen oder später einer Kette teilt sie aber auch kräftig aus. Was sie genau für eine Rolle in diesem Albtraum spielt, ist eines der vielen Geheimnisse des Spiels. 

Angriff oder Flucht?
Für einen Angriff auf die nervigen Zeitgenossen hält man einfach die rechte Schultertaste des Controllers gedrückt und schlägt oder schießt mit der Aktionstaste. Je länger man drückt, desto härter fällt der Schlag aus, aber dafür muss man sich eben auch länger erholen und ist in dieser Zeit wehrlos. Schließlich ist Henry kein Superheld, sondern ein Otto-Normal-Abenteurer. Bei den meist sehr langsamen Gegnern ist auch Flucht eine Option, aber auch beim Gerenne muss Henry schon mal kurz verschnaufen. Allgemein hilft dem Spieler auch, dass die Gegner nicht gerade mit einer hoher Intelligenz gesegnet sind. Erfreulich ist die Steuerung per linkem Analogstick, mit dem man die Schrittgeschwindigkeit feinfühlig dosieren kann.

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Technik zum Fürchten
In technischer Hinsicht ist wohl nur eine Detailverbesserung zu erwarten, das düster-neblige Gesamtbild gehört einfach dazu. Die ziemlich verstörenden Bilder der Zwischensequenzen sind definitiv nichts für Weicheier, und die Atmosphäre ist so dicht, man könnte sie fast mit einem Messer schneiden. "Silent Hill" lebt seit je her von dieser Atmosphäre, die sich insbesondere durch die gekonnte Mischung von erschreckender Einsamkeit, spannenden Kämpfen und vertrackten Rätseln aufbaut. Der Sound tut sein Übriges dazu, wechselt dynamisch und situationsbezogen.

Fazit
Im Gegensatz zu "Resident Evil 4" halten sich die grundlegenden Innovationen leider in Grenzen. Dass man in der Ego-Perspektive in seiner Wohnung herumsuchen kann, ist nicht wirklich der Hit. Dafür lassen einem die Grafik und die düstere Musik einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Auch wenn "The Room" kein schlechter Titel ist, schwächelt er gegen seine genialen Vorgänger ab. Wer diese nicht kennt, sollte sich den aktuellen Teil nicht entgehen lassen.

 
Titel: Silent Hill 4: The Room
Genre: Horror-Adventure
Wertung: Gut
System: Playstation 2, Xbox, Windows-PC
Hersteller: Konami
Publisher: Konami
Preis: ab 55,- Euro

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