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Basketball: Kritik an Wiedergeburt der Köln 99ers

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Basketball  

Nach der Wiedergeburt der Köln 99ers wird Kritik laut

20.02.2008, 15:34 Uhr | sid

Das Logo der Köln 99ersDas Logo der Köln 99ers Der wundersamen Wende folgte am Mittwoch die endgültige Rettung des Basketball-Bundesligisten Köln 99ers, doch das Tohuwabohu um den Pokalsieger aus der Domstadt ist damit nicht beendet. "Der Patient war klinisch tot, ist aber auferstanden. Ich freue mich, Ihnen die Rettung der 99ers verkünden zu können", sagte Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball Bundesliga (BBL), zwar auf einer Pressekonferenz im Kölner Energy Dome.

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Pommer: "Ohne Trickserei und Hütchenspielerei"

Doch so sehr der Liga-Boss auch versicherte, die undurchsichtigen Vorgänge eines hektischen Dienstagabends seien "ohne Trickserei und Hütchenspielerei verlaufen", einige Vereine sahen das offensichtlich anders. "Es hat zahlreiche Beschwerden gegeben, auch von Bundesliga-Vereinen, und ich verstehe den Unmut", sagte Pommer: "Juristisch ist alles unangreifbar und wasserdicht." Man müsse den Klubs das Vorgehen erläutern, eine erste Mitteilung sei "bereits raus".

Rettung im letzten Moment

Schließlich war die Verzichtserklärung des Ex-Meisters am Dienstag bereits bei der BBL eingetroffen, der ULEB-Cup-Gegner aus Moskau saß nach seinem 91:72-Erfolg wieder im Bus, einige Fans weinten Abschiedstränen. Ein kleines, aber entscheidendes Detail fehlte, um den Zwangsabstieg zu besiegeln: Der Widerruf des 99ers-Verzichts, so Pommer, sei bei der BBL "eingegangen, bevor wir den Verzicht anerkannt hatten".

"Wir sind neugeboren"

So durften sich sämtliche Protagonisten der "Wiedergeburt" (Sportdirektor Stephan Baeck) von rund 50 Fans in der Halle für einen Coup in letzter Sekunde feiern lassen. "Wir sind neugeboren, und wir sind gesund", stellte Baeck leicht übernächtigt, aber mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht fest. Und Pommer bemühte ein Zitat von Mao: "Wo die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten."

Privatinvestor und Unternehmens-Zusammenschluss als Retter

Ein Hamburger Privatinvestor und ein Zusammenschluss Kölner Unternehmer mit dem Namen "Freundeskreis der Köln 99ers" haben die Zukunft des insolventen Vereins in letzter Sekunde gesichert. Auf jeden Fall bis zum Ende der Saison, wahrscheinlich darüber hinaus. In einem beispiellosen Wettlauf mit der Zeit haben Anton Bausinger, der eine neue Mehrzweckhalle in Köln bauen will, und Jürgen Wollny, der eigentlich in Hamburg einen neuen Klub gründen wollte, "eine erhebliche Summe" schriftlich garantiert.

Enttäuschung über späte Initiative

Dass allerdings das Engagement insbesondere einiger Kölner Unternehmer erst kam, als die 99ers schon am Boden lagen, wirft auf die selbsternannte Sportstadt Köln einen Schatten. "Wir alle hoffen sehr, dass die Stadt demnächst mehr tut", sagte Insolvenzverwalter Norbert Heimann, der bekanntgab, dass die Unterdeckung "nun mehr als beseitigt ist". Die Chance, eine "Erfolgsgeschichte der 99ers jetzt weiterzuschreiben", wie Baeck es formulierte, ist sicher da. Denn der Patient lebt.

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