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Köln stellt Insolvenzantrag

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Basketball - BBL  

Köln stellt Insolvenzantrag

10.07.2009, 19:44 Uhr | dpa

Wird schon bald kein erstklassiger Basketball mehr in Köln gespielt? (Foto: imago)Wird schon bald kein erstklassiger Basketball mehr in Köln gespielt? (Foto: imago)Basketball-Bundesligist Köln 99ers droht nach einer jahrelangen finanziellen Achterbahnfahrt das endgültige Aus. Der deutsche Meister von 2006 stellte beim Amtsgericht Köln Insolvenzantrag. Die Gesellschafter der 99ers "hatten zuvor offenbar beschlossen, dass der Etat von lediglich 1,2 Millionen Euro den Ansprüchen an einen Erstliga-Standort Köln nicht genüge und daraufhin ihre Finanzierungszusagen zurückgezogen", wie die BBL erläuterte.

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Unklarheit über die sportliche Zukunft

Ein Insolvenzverwalter übernahm vorläufig die Geschäfte bei den Kölnern. Ob und in welcher Liga die 99ers in der kommenden Saison antreten werden, blieb zunächst offen. "Momentan ist die Entscheidung vertagt, wie es weitergeht", sagte der BBL-Sprecher. Nach dpa-Informationen gibt es im Umfeld der 99ers Erkenntnisse, dass eine Zukunft des erstklassigen Basketballs nahezu ausgeschlossen ist. Bereits im Januar 2008 hatten die 99ers einen Insolvenzantrag gestellt, konnten das Aus allerdings in letzter Minute abwenden.

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Lizenz bereits erhalten

Dass Köln nur fünf Tage nach der endgültigen Lizenzerteilung einen Insolvenzantrag stelle, bezeichnete BBL-Geschäftsführer Jan Pommer als "sehr unglücklich und sehr ärgerlich. Ohne die elementaren finanziellen Mittel der Gesellschafter, die im Übrigen eine der Voraussetzungen für die Lizenzerteilung gewesen waren, hat ein Domino-Effekt eingesetzt." Nach einem möglichen Kölner Rückzug würden die Eisbären Bremerhaven den freien Platz in der Bundesliga einnehmen. Das hatte die BBL-Gesellschafterversammlung tags zuvor beschlossen. In den Gießen 46ers hatte zuvor bereits der zweite sportliche Absteiger eine Wildcard erhalten.

Geschichte mit Höhen und Tiefen

Für den Spitzenbasketball in der Domstadt ist das drohende Aus der 99ers nichts Neues. Als BSC Saturn feierte Köln mit Gönner Fritz Waffenschmidt, dem bis 1984 die Elektronik-Kette Saturn gehörte, in den 80er-Jahren vier Meistertitel. Als 1989 der Handelskonzern Metro als Saturn-Eigner ausstieg, sprang kurzfristig Galatasaray Istanbul ein. Doch die Türken zahlten schon bald nicht mehr, bei Galatasaray Köln gingen die Lichter aus. Erst vor zehn Jahren tauchte Köln als Cologne 99ers wieder auf der Basketball-Landkarte auf und erhielt 2001 eine Wildcard für die Bundesliga. Obwohl der Meister von 2006 sportliche Erfolge feierte, ging es turbulent weiter. Aus den 99ers wurde zunächst RheinEnergy Cologne, dann hieß der Club RheinEnergie Köln und nach dem Rückzug des Namenssponsors 2007 Köln 99ers.

Bereits der zweite Insolvenzantrag

Im Januar 2008 musste Insolvenzantrag gestellt werden, weil Mäzen Herbert Zimmer seine Verpflichtungen nicht erfüllte. Den damals "klinisch toten Patienten" (Pommer) retteten zwei Großinvestoren kurz vor einer ersten Spielabsage. Auch die vorzeitige Finanzspritze durch Sponsorengelder und Gehaltsverzicht im April 2009 zögerte das schleichende Aus wohl nur noch hinaus. Damals fehlten rund 600.000 Euro im Etat.

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