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BBL: Jan-Hendrik Jagla kritisiert die Basketball-Bundesliga

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Basketball  

Jan-Hendrik Jagla übt heftige Kritik an BBL

09.09.2009, 15:03 Uhr | sid, dpa

Jan-Hendrik Jagla hält die BBL für zweitklassig. (Foto: imago)Jan-Hendrik Jagla hält die BBL für zweitklassig. (Foto: imago) Bei der Europameisterschaft haben die deutschen Korbjäger mit dem Sieg über Titelverteidiger Russland für Furore gesorgt. In der Bundesliga (BBL) versauern sie auf der Bank oder flüchten ins Ausland. "Es ist schon offensichtlich, dass der Wert in Deutschland nicht auf deutsche Spieler und die Jugend gelegt wird", sagte Jan-Hendrik Jagla.

Zuvor hatte er seinem Ärger in der "Sport Bild" Luft gemacht. "Wir Deutschen sind in Deutschland leider nicht erwünscht." Der 28-Jährige, der selbst noch auf Vereinssuche ist, zeigt sich auch von der nachrückenden Generation begeistert. "So hoch veranlagte Spieler wie Tibor Pleiß oder Robin Benzing habe ich in Spanien nicht gesehen", erklärte der zuletzt bei Badalona unter Vertrag stehende Jagla.

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Scharfe Kritik an der Bundesliga

"Ich will mich nicht zu einem der besten Spieler Europas machen, doch für die Bundesliga sollte es doch noch reichen." Dass der Nachwuchs in Deutschland nicht zum Einsatz komme, zeigt seiner Ansicht nach, dass in der BBL irgendetwas falsch läuft. "Die Klubs holen lieber billige Amerikaner, die sich nur für ihre Leistung interessieren", sagte der 2,11-Meter-Riese.

Sportliche Qualität zweitklassig

Im europäischen Vergleich rangiere die Bundesliga allenfalls auf Rang fünf. "Dort wird grausamer Basketball gespielt, zum Weggucken. Da kann man sich genauso Streetbasketball im Hinterhof anschauen", sagte Jagla. Die deutsche Liga hinke Spanien, Griechenland, Italien und der Türkei immer drei bis vier Schritte hinterher. "Selbst die belgische Liga ist teilweise stärker", sagte Jagla.

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Jagla erntet Zustimmung und Kritik

Unterstützung für seine Kritik erhielt der Blondschopf von Bundestrainer Dirk Bauermann. "Da hat Jan zur Recht den Finger in eine Wunde gelegt", sagte der Nationalcoach. BBL-Präsident Thomas Braumann wies die Vorwürfe Jaglas hingegen zurück. "Die Beschimpfung der Liga ist sicherlich unberechtigt. Ich verstehe, dass Herr Jagla vielleicht Druck machen will und eventuell auf einen Vertrag in Deutschland hofft. Doch das ist sicher der falsche Weg", sagte Braumann.

Regeländerung in der BBL?

Der Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), Ingo Weiss, hat ganz klare Vorstellungen, wie sich das Problem lösen lässt - indem man die Regularien dahingehend ändert, dass ein Deutscher in der Bundesliga immer auf dem Feld stehen muss. Bislang ist das nur in der Zweiten (zwei Deutsche) und Dritten Liga (drei Deutsche) der Fall. "Wenn wir jetzt dahin kommen, dass in der ersten Liga ein Deutscher immer spielen muss, hätten wir eine ganz klare Struktur, die man auch gut nach außen transportieren könnte", sagte Weiss.

Einfach Basketball spielen

Dass die Jungs mehr Spielzeit verdient hätten, zeigten sie beim 76:73-Sieg gegen Russland auf eindrucksvolle Art und Weise. "Wir gehen einfach raus und spielen Basketball", nennt Benzing das Geheimnis seiner Generation. Der 20-Jährige spielte zuletzt nur beim Zweitligisten TV Langen, Staiger (21) flüchtete gar in die amerikanische College-Liga NCAA. Dort wird in der kommenden Saison auch der 20 Jahre alte Harris seine spektakulären Dunkings zeigen. "Ich spiele lieber in der NCAA vor 15.000 Zuschauern als in Deutschland vor 2000 Fans auf der Bank zu sitzen."

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