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NBA: Orlando Magic jagt Boston Celtics

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Basketball - NBA  

Orlando jagt Boston

27.05.2010, 16:39 Uhr | dpa, dpa

NBA: Orlando Magic jagt Boston Celtics. NBA: Orlando Magic jagt Boston Celtics. (Foto: Reuters)

Jameer Nelson (re.) von den Orlando Magic foult Paul Pierce (li.) von den Boston Celtics. (Foto: Reuters)

Die Orlando Magic lassen bei der Aufholjagd im Play-off-Finale der Eastern Conference gegen NBA-Rekordmeister Boston Celtics nicht locker. 48 Stunden nach dem 96:92-Auswärtssieg in der Verlängerung setzte sich das Team um All-Star Dwight Howard vor den eigenen Fans mit 113:92 gegen Boston durch. In der Serie "Best of Seven" verkürzten die Gastgeber damit nach einem 0:3-Rückstand auf 2:3. Am Freitag müsste Orlando allerdings in Boston erneut gewinnen, um überhaupt noch im Geschäft zu bleiben.

"Keine Ahnung, ob wir tatsächlich den Lauf fortsetzen können, wenn wir mit einem 2:3-Rückstand in der gegnerischen Halle antreten müssen", sagte Magic-Coach Stan Van Gundy nach der Partie vor 17.461 Fans in der Amway Arena von Orlando. "Es kommt mir vor, als ob wir immer noch einen riesigen Berg erklimmen müssen. Aber wir spielen immer besser."

Glen Davis mit Gehirnerschütterung

Neben der Niederlage mussten die Gäste aus Boston auch den Verlust dreier Spieler verkraften. Celtics Starting-Center Kendrick Perkins flog am Ende der ersten Halbzeit mit seinem zweiten Technischen Foul im Spiel und dem siebten inklusive der Vorrunde laut Reglement automatisch vom Platz und fehlt in der nächsten Begegnung. Dazu erlitt Glen Davis nach einem unbeabsichtigen Ellbogenschlag von Howard unter dem Korb eine leichte Gehirnerschütterung und musste in der Kabine versorgt werden. Seine Teilnahme am sechsten Match ist ebenso fraglich wie die von Marquis Daniels, der nach einem Zusammenstoß mit Howard die Halle mit Schwindelsymptomen verließ.

Howard: "Wenn wir weiter an uns glauben, ist alles möglich"

"Wir versuchen jedes Spiel nur zu gewinnen. Wir wollen niemand verletzen, aber Basketball ist eben ein physisch stark betonter Sport", meinte Howard, der zu seinen 21 Punkten noch zehn Assists ablieferte. "Wenn wir weiter an uns glauben, uns vertrauen und so gut spielen, wie wir können, ist alles möglich", so Howard. Allerdings hat bisher noch kein Team in der Play-off-Geschichte der NBA jemals einen 0:3-Rückstand wieder wettmachen können.

Doc Rivers setzt auf die falsche Taktik

"Orlando ist immer dann gefährlich, wenn das Team in Führung geht", sagte Celtic-Coach Doc Rivers und bemängelte: "Wir haben nicht einmal versucht, Orlando richtig unter Druck zu setzen." Tatsächlich gab Gastgeber Orlando die Führung nach dem Ende des ersten Viertels nicht mehr ab, obwohl Boston stets in Schlagdistanz blieb. Nach einem 14-Punkte-Rückstand Mitte des zweiten Viertels kamen die Celtics noch auf 78:86 heran, Doc Rivers setzte dann aber auf die falsche Taktik.

Howard wahrte Chance auf historisches Comeback

Als Boston rund acht Minuten vor Schluss mit 80:93 zurücklag, spielten die Celtics "Hack-a-Howard". Bei jedem Ballbesitz der Magics foulte ein Boston-Spieler Howard, um ihn mit diesem taktischen Zug an die Freiwurflinie zu zwingen. Aber Howard versagten nicht wie erwünscht die Nerven. Bei vier der sieben Versuche war er erfolgreich, durchkreuzte Bostons Pläne und wahrte seinen Magics die Chance auf ein historisches Comeback.

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