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Dallas Mavericks und Nowitzki gleichen Finalserie gegen Miami aus

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NBA-Finale ist wieder offen

08.06.2011, 10:19 Uhr | sid, dpa

Sein Körper war schlapp, der Geist willig und das Ergebnis unwahrscheinlich wichtig. Trotz einer schweren Grippe und 39 Grad Fieber ist Dirk Nowitzki mit seinen Dallas Mavericks im vierten NBA-Finalspiel gegen die Miami Heat zu einem 86:83-Heimsieg gekommen. Durch diesen Erfolg konnten die Texaner in der Endspielserie zum 2:2 ausgleichen.

"Dies sind die Finals, da musst du alles geben", sagte ein sichtlich erschöpfter Nowitzki. Am Morgen war er mit 39 Grad Fieber aufgewacht, hatte die Nacht zuvor kaum geschlafen und sich bei jeder Spielunterbrechung ein kühlendes Handtuch über den Kopf gelegt. "Ich habe mich durchgekämpft, werde jetzt einige Medikamente nehmen, dann hoffentlich gut schlafen und für Spiel fünf bereit sein", sagte der Mavericks-Kapitän.



"Jedes mal, wenn er wirft, hältst du den Atem an"

"Für jeden normalen Menschen ist es schon schwer, bei 39 Grad Fieber überhaupt aus dem Bett zu kommen. Und Dirk stellt sich trotzdem den besten Spielern der Welt", war Mavericks-Center Tyson Chandler beeindruckt. "Auf mich hat er so wie immer gewirkt, jedes mal, wenn er wirft, hältst du den Atem an", ergänzte Miamis Trainer Erik Spoelstra.

Obwohl Nowitzki nie richtig seinen Rhythmus fand und sichtlich geschwächt wirkte, war er dennoch bester Dallas-Werfer (21 Punkte), gab bis zum Schluss alles und profitierte von starken Mitspielern. Deshawn Stevenson brachte wichtige elf Punkte ein, Jason Terry kam auf 17 Zähler und Chandler holte herausragende 16 Rebounds.

Terry lässt die Mavericks jubeln

Bis zur 38. Minute hatte Miami noch mit 74:65 geführt - und das, obwohl LeBron James das wohl schwächste Spiel seiner Playoff-Karriere ablieferte. Der Superstar erzielte nur acht Punkte. Dafür ragte bei den Gästen einmal mehr Dwyane Wade mit 32 Zählern heraus. Allerdings scheiterte er 30 Sekunden vor dem Ende bei einem 81:82-Rückstand seiner Heat mit einem Freiwurf. Auf der Gegenseite legte Nowitzki seine letzten Kraftreserven in einen Zweikampf mit Udonis Haslem und den Ball 14,4 Sekunden vor Schluss zum 84:81 in den Korb. "Eine großartige Aktion von ihm, es war nicht einfach für ihn, sich heute durchzubeißen", lobte ihn Mavericks-Coach Rick Carlisle.

Wade brachte Miami anschließend auf 83:84 heran, ehe Terry mit zwei verwandelten Freiwürfen unter dem Jubel der Fans für den Endstand sorgte. Im nächsten Match hat Dallas erneut Heimrecht und dann gibt's für Nowitzki nur ein Ziel: Sieg und somit Matchball. "Wir wollen Spiel fünf natürlich gewinnen und nicht mit einem 2:3-Rückstand nach Miami."

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