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Boxen: Brähmers Verteidiger legen Rechtsmittel ein

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Der Fall Brähmer geht in die nächste Runde

17.02.2010, 14:50 Uhr | dpa

Schlägt zurück: Jürgen Brähmer und dessen Verteidiger legen Rechtsmittel ein. (Foto: imago)Schlägt zurück: Jürgen Brähmer und dessen Verteidiger legen Rechtsmittel ein. (Foto: imago) Die Anwälte von Jürgen Brähmer haben gegen ein Urteil des Amtsgerichts Schwerin wegen Körperverletzung und Beleidigung Rechtsmittel eingelegt. Der Profiboxer war zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Das Rechtsmittel sei eingelegt worden worden, sagte ein Sprecher der Anwaltskanzlei in Berlin. Das Verfahren geht also in die nächste Runde.

Die Verteidigung hatte in dem Prozess auf Freispruch für den Weltmeister im Halbschwergewicht des Verbandes WBO plädiert.

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Während Bewährung straffällig geworden

Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass Brähmer im September 2008 eine Frau in einer Schweriner Diskothek beschimpft und ihr ins Gesicht geschlagen hatte. Im Mai 2008 hatte er zudem in einer Bar den Betreiber beleidigt, mit Fausthieben verletzt und einen Aschenbecher aus Glas in seine Richtung geworfen. Die vom Gericht festgelegte Gesamtstrafe wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt. Brähmer habe während einer laufenden Bewährungszeit seine Fäuste eingesetzt, hatte der Vorsitzende Richter Rainer Schmachtel gesagt.

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Hintergrund Deutsche Profiboxer vor Gericht

Auch Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Die Staatsanwaltschaft, die ein Jahr und sechs Monate Haft gefordert hatte, legte schon zuvor Berufung gegen das Urteil ein, weil es ihrer Ansicht nach fehlerhaft ist. Der Fehler sei bei der Bildung der Gesamtstrafe aufgetreten, hatte Oberstaatsanwalt Ralph-Siegfried Ketelboeter gesagt. Die Strafe setzte sich aus einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 400 Euro und einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten zusammen. Dies addierte der Richter zu einem Jahr und vier Monaten Haft. Laut Ketelboeter entsprechen die 60 Tagessätze Geldstrafe zwar zwei Monaten Haft. Eine Gesamtstrafe müsse aber immer unterhalb der Summe der Einzelstrafen liegen.

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