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Anthony Joshua im Porträt: Von der Fußfessel ins Wembley-Stadion

Klitschko-Gegner im Porträt  

Anthony Joshua: Von der Fußfessel ins Wembley-Stadion

28.04.2017, 10:29 Uhr | Benjamin Zurmühl, t-online.de

Anthony Joshua im Porträt: Von der Fußfessel ins Wembley-Stadion. Einst Sparringspartner von Klitschko, nun sein Gegner: Anthony Joshua. (Quelle: imago images)

Einst Sparringspartner von Klitschko, nun sein Gegner: Anthony Joshua. (Quelle: imago images)

Wenn Samstag-Abend (ab 22 Uhr im t-online.de-Liveticker) Wladimir Klitschko vor 90.000 Zuschauern im Wembley-Stadion um den WM-Titel im Schwergewicht kämpft, steht ihm Anthony Joshua gegenüber. Der Brite gilt als die zukünftige Nummer eins im Boxen. Dafür muss er jedoch sein großes Vorbild besiegen.

Anthony Joshua ist kein junger Boxer mehr. Dabei steht der 27-Jährige erst seit 2007 im Ring. Der Sohn nigerianischer Eltern ist gelernter Maurer und kam erst spät zum Boxsport. Zum Glück nicht zu spät. In seiner Karriere hat Joshua 18 Kämpfe bestritten und alle 18 durch K.o. gewonnen. Sein bislang größter Erfolg: 2012 gewann er die olympische Goldmedaille im Super-Schwergewicht. 

Schickt dieser Maurer heute Klitschko in Rente? "Wenn er am Samstag wieder verliert, dann sollte er Schluss machen", sagt zum Beispiel Ex-Weltmeister und Trainer Sven Ottke über Klitschko.

Karriere stand auf der Kippe

Auch wenn Joshua noch bei seiner Mutter lebt, ein Saubermann ist er keinesfalls. Schon häufiger stand der 1,98 Meter große Boxer im Konflikt mit dem Gesetz. Körperverletzungen waren meist die Ursache, 2009 wurde ihm sogar eine elektronische Fußfessel angelegt.

Ein Jahr vor seine Goldmedaille wurde Joshua für den Besitz von Cannabis festgenommen. Der in Watford geborene Boxer wurde daraufhin suspendiert und musste Sozialstunden leisten. Seine Karriere stand auf der Kippe: "Der Arrest hat mir geholfen. Er hat mir gezeigt, das ich erwachsen bin und mir der Verantwortung bewusst werden musste."

Die Goldmedaille im Superschwergewicht 2012 war der Durchbruch für "AJ". (Quelle: imago images/BPI)Die Goldmedaille im Superschwergewicht 2012 war der Durchbruch für "AJ". (Quelle: BPI/imago images)

Kein "netter Typ" 

Der Boxsport rettete Joshua und gab ihm die nötige Disziplin. Trotz allem kämpft der 27-Jährige gegen die Behauptung, ein "netter Typ" zu sein. Er vermeidet öffentliche Attacken gegen seine Kontrahenten, eine Seltenheit im Boxsport. Trotzdem will er nicht als Saubermann wahrgenommen werden, wie er in diesem Video selbst aufzeigte.

Joshua überzeugt neben seinen breiten Schultern, seiner guten Beinarbeit und seinen Defensiv-Fähigkeiten, vor allem mit seiner Schnelligkeit. Im Alter von 15 Jahren rannte er die 100 Meter in unter elf Sekunden. Für die BBC-Sendung „Superstars“ machte er den Test und brauchte 11,53 Sekunden. 

Leidenschaftlicher Schach-Spieler

Zu seinen großen Vorbildern zählt Anthony Joshua seinen Landsmann Lennox Lewis, der in den 90er Jahren den Boxsport im Schwergewicht mitdominierte. Für Lewis war es wichtig, seine taktischen Qualitäten stets zu verbessern. Aus diesem Grund spielte er Schach.

Ein Hobby, dass sich nun auch Anthony Joshua angewöhnt hat. Der 27-Jährige will seinem Gegner stets zwei Schritte voraus sein, um den Kampf für sich zu entscheiden. Neben Lennox Lewis zählt Joshua auch eine weitere Box-Legende zu seinen Vorbildern – Wladimir Klitschko.

Vom Sparringspartner zum Gegner

Als Wladimir Klitschko im November 2014 gegen den Bulgaren Kubrat Pulev boxte, bereitete er sich unter anderem mit Anthony Joshua als Sparringspartner vor. Zehn Tage lang arbeiteten die beiden zusammen und der Brite kam aus dem Schwärmen kaum heraus: „Klitschko ist anders als alle anderen. Er ist 10 Jahre lang der Champ (gewesen), er spielt in einer eigenen Liga.“

Anthony Joshua (l.) fordert Wladimir Klitschko heraus. (Quelle: imago images/Sven Simon)Anthony Joshua (l.) fordert Wladimir Klitschko heraus. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Auch der Ukrainer fand lobende Worte für seinen Gegenüber: „Als ich ihn zum ersten Mal bei Olympia in London sah, dachte ich, der wird in meine Fußstapfen treten.“ Nun müssen die beiden Boxer vor 90.000 Zuschauern gegeneinander antreten. Mal sehen, ob Joshua auch Klitschko zwei Schritte voraus sein kann.

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