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DEL: Hannover Scorpions beenden gegen Kölner Haie die Pleitenserie

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Eishockey - DEL  

Hannover kann doch noch gewinnen

18.10.2009, 20:12 Uhr | sid, dpa

Adam Mitchell von den Hannover Scorpions erzielte das spielentscheidende Tor. (Foto: imago)Adam Mitchell von den Hannover Scorpions erzielte das spielentscheidende Tor. (Foto: imago) Die Hannover Scorpions haben auf die Rücktrittsdrohung von Trainer Hans Zach reagiert und ihre Pleitenserie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beendet. Den Niedersachsen gelang nach zuletzt fünf Niederlagen hintereinander ein 4:3-Heimsieg gegen die Kölner Haie. "Wir waren am Scheideweg. Das war ein Sieg der Nerven", sagte Coach Zach, der nach der jüngsten Talfahrt von Amtsverzicht gesprochen hatte und damit wohl zum letzten Mittel gegen die Krise griff.

Im zweiten Spiel des Nachmittags bezwangen die Kassel Huskies die Frankfurt Lions mit 2:1. Am Abend bauten die Berliner Eisbären die Tabellenführung aus. Sie taten sich im Spiel beim Tabellen-Schlusslicht Straubing lange schwer. Die Entscheidung zum 3:1-Endstand besorgte Travis James Mulock erst zehn Minuten vor dem Ende.


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Köln mit dritter Niederlage in Serie

Hannover stellte mit dem glücklichen Erfolg wieder den Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld her. Für die hoffnungsvoll in die Saison gestarteten Kölner ist nach der dritten Schlappe in Serie der Zug in Richtung Tabellenspitze vorerst abgefahren. Thomas Dolak (5. Minute), Klaus Kathan (14.), Sascha Goc (22.) und der späte Treffer von Adam Mitchell eine Minute vor Schluss sorgten für den Zittersieg der Scorpions. Für die Haie waren die Tore von Jason Jaspers (18.), Marcel Müller (24.) und Jerome Flaake (54.) nicht genug.


Rücktrittsdrohung als Weckruf

"Die Mannschaft hat Reaktion gezeigt", lobte Zach seine Schützlinge. Der 60-Jährige hofft nun auf eine Signalwirkung. "Wir müssen dringend in ruhiges Fahrwasser kommen, unsere Unsicherheit ablegen. Dann bin ich sehr optimistisch, dass wir unsere Ziele noch erreichen können", erklärte Zach, der seine Rücktrittsdrohung vor allem als Weckruf ans Team verstanden wissen wollte.

Höchste Saisonniederlage für Hamburg

Die Eisbären waren vor 4.230 Fans in Straubing durch Marvin Degon (24.) und Derrick Walser (29.) zwar standesgemäß mit 2:0 in Führung gegangen, dann wehrte sich der Tabellen-Letzte aber vehement. Rene Röthke schaffte für die Tigers den Anschluss (39.) - am Ende aber sicherte Berlin den zehnten Saisonsieg. Die Krise verschärft sich dagegen bei den Hamburg Freezers, die im 13. Saisonspiel schon die neunte Niederlage kassierten. Und die fiel mit einem 3:8 in Iserlohn so hoch wie noch nie in dieser Spielzeit aus. Geschäftsführer Boris Capla war in Hamburg schon Ende September beurlaubt worden. Jetzt steht auch Trainer Paul Gardner vor einer schwierigen Situation.


Lions verpassen Sprung auf Platz eins

Der Aufwärtstrend der Frankfurt Lions endete ausgerechnet beim Rivalen in Kassel. Vor 5.000 Zuschauern feierten die Gastgeber dank des 2:1 den fünften Sieg im sechsten Heimspiel der Saison. Für die Frankfurter war es die erste Niederlage nach zuletzt vier Erfolgen. Damit verpassten die Lions auch den vorübergehenden Sprung auf Platz eins. Derek Dinger (2.) und Sean Tallaire (7.) trafen für Kassel, Jeff Ulmer (41.) für die Gäste.

Ingolstadt mit Überraschungssieg

Überraschend kam der bisherige Vierte Düsseldorf auf eigenem Eis gegen Ingolstadt mit 1:5 unter die Räder. Die Entscheidung fiel im zweiten Spielabschnitt durch Gäste-Treffer von Matt Hussey, Thomas Greilinger und Matt Hussey, die DEG-Ersatzkeeper Mathias Lange überwanden. Stamm-Torwart Jean-Sebestien Aubin verzichtete auf einen Einsatz, da seine Frau kurz vor der Geburt stand. Pat Kavanagh besiegelte die höchste Saison-Niederlage der DEG. Die Krefeld Pinguine verloren mit dem 1:5 in Augsburg schon das dritte Spiel nacheinander.

Wolfsburg siegt knapp

Der EHC Wolfsburg siegt nach einer 3:1-Führung im letzten Drittel noch knapp mit 4:3 (1:0, 0: 1, 2:2, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen bei den Nürnberg Ice Tigers. Der EHC steht nun auf dem sechsten Tabellenplatz, Nürnberg auf dem zwölften.


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