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DEL: Possenspiel um Zukunft der Huskies geht weiter

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Eishockey - DEL  

Possenspiel um Huskies-Zukunft

10.05.2010, 20:33 Uhr | dpa, dpa

DEL: Possenspiel um Zukunft der Huskies geht weiter. In welcher Liga dürfen die Huskies in der nächsten Saison jubeln? (Foto: imago)

In welcher Liga dürfen die Huskies in der nächsten Saison jubeln? (Foto: imago)

Das Theater um die Zukunft der Kassel Huskies in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wird zum andauernden Theater. Die für Montag anberaumte Gesellschafterversammlung der Liga musste in Köln nach wenigen Minuten beendet werden, weil das Gremium aufgrund einer nicht satzungskonformen Einladung nicht beschlussfähig war.

Während die DEL nun so schnell wie möglich frist- und formgerecht eine neue Versammlung einberufen will, sehen sich die derzeit im Insolvenzverfahren steckenden Huskies bereits gerettet. "Kassel Huskies bleiben erstklassig", hieß es nach dem gescheiterten Treffen in einem Schreiben von Kassels Geschäftsführer Fritz Westhelle.

Tripcke: "Müssen uns an eigene Nase fassen"

"Das ist die Sichtweise der Huskies, die ich nicht weiter kommentieren will. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass uns dieser Formfehler unterlaufen ist", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Zur Gesellschafter-Versammlung hatte der DEL-Aufsichtsrats-Vorsitzende Jürgen Arnold geladen, dieser ist laut Satzung dafür aber nicht zuständig.

Gläubigerversammlung bei den Huskies

Nach Auffassung der mit rund 2,8 Millionen Euro verschuldeten Huskies kann eine neuerliche Einberufung der Gesellschafter, die über einen Ausschluss der Hessen aus der DEL befinden könnten, erst nach einer Woche erfolgen. Bereits am kommenden Freitag findet allerdings die Gläubigerversammlung der Huskies statt, bei der Westhelle davon ausgeht, dass der Insolvenzplan des Klubs von den Gläubigern angenommen wird.

Auffassungen gehen auseinander

"Dann wäre das Insolvenzverfahren innerhalb von gut zwei Wochen praktisch erledigt und der Verein entschuldet", erklärte der Kasseler Geschäftsführer in der Mitteilung. Tripcke wollte sich zu den Ausführungen Westhelles nicht weiter äußern, machte jedoch deutlich, er sehe keinen "Automatismus", dass Kassel damit erstklassig bleibt. "Da gehen die Rechtsauffassungen des Vereins und der DEL, glaube ich, ein bisschen auseinander", sagte der Liga-Chef, der zugleich betonte, dass die Gläubiger auch nicht zwangsläufig den Ausschluss beschließen müssten.

Kasseler Geschäftsführer siegesgewiss

Rechtsanwalt Westhelle, der Mitte März die Geschäftsführung beim Tabellenletzten der abgelaufenen Saison übernommen und den Verein in ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung geführt hatte, gab sich bereits siegesgewiss. "Mit dem Verbleib in der DEL für die neue Saison haben wir eine wichtige Hürde genommen, um den Klub zu sanieren. Für die Fans, die Region um Kassel und den Eishockeysport insgesamt ist das eine gute Nachricht."

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