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Eishockey-WM: Kanada und Dänemark feiern Schützenfeste

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Eishockey-WM - Zwischenrunde  

Kanada ist wieder da, Dänemark immer noch

17.05.2010, 13:50 Uhr | dpa, sid, dpa, sid


Der Zwischenrunden-Auftakt der Eishockey-WM in Deutschland machte Geschmack auf mehr: Während Kanadas 12:1-Erfolg über Norwegen in Mannheim in der Gruppe F letzten Endes zwar sehr hoch ausfiel, aber nicht allzu überraschend kam, ließ parallel in Köln Dänemark gegen die Slowakei aufhorchen. Die Wikinger fegten über den verdutzten Weltmeister von 2002 hinweg wie ein Orkan. Bereits nach 13:42 Minuten stand des Endresultat von 6:0 fest. Die Dänen sind ihrer erstmaligen Viertelfinal-Qualifikation bei einer Weltmeisterschaft damit einen großen Schritt näher gekommen. Kanada schaffte gegen Norwegen sogar sieben Tore in einem Drittel - aber erst im zweiten.

Kanada erholt von der Schlappe gegen die Schweiz

Der 24-malige Weltmeister rehabilitierte sich für das bittere 1:4 gegen die Schweiz. Allein John Tavares von den New York Islanders erzielte vor nur 2670 Zuschauern drei Tore (37. Minute/46./50.) zum ersten zweistelligen WM-Sieg seit zwei Jahren. Kanada hat nun vor dem Gipfel mit dem achtmaligen Titelträger Schweden sechs Zähler auf dem Konto. Norwegen muss zuvor gegen Lettland punkten, um sich eine Chance auf das Viertelfinale zu erhalten. Dabei müssen die Skandinavier allerdings auf ihren Kapitän Tommy Jakobsen verzichten. Der ehemalige DEL-Profi kassierte eine Matchstrafe.

Ahornblätter in Überzahl eine Klasse für sich

Die zunächst schwerfälligen Kanadier zeigten einmal mehr, dass sie in Überzahl kaum zu stoppen sind. Dabei gerieten die NHL-Stars durch Jonas Holos (2. Minute) früh in Rückstand. Erst im zweiten Drittel kam Kanada auf Touren. Fünf Tore gegen überforderte Norweger fielen innerhalb von nur 198 Sekunden. Tavares (37.), Rich Peverley (38.), Steve Downie (39.), Ray Whitney und Evander Kane (beide 40.) trafen.

Norweger trifft Rauferei gegen Frankreich hart

Zuvor hatten bereits Kane (14.), Corey Perry (24.) und Marc Giordano (34.) das Spiel gedreht. Auch der erst vor dem Spiel erstmals nominierte Jungstar Jordan Eberle (41.) und Matt Duchene (51.) trafen. Norwegen musste ohne den bislang starken Torhüter Pal Grotnes und Stürmer Martin Laumann Ylven auskommen. Laumann Ylven hatte beim 5:1 gegen Frankreich eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken seines Gegenspielers erhalten, Grotnes gar eine Matchstrafe nach einer Rauferei. Laumann Ylven wurde mit einer Zwei-Spiel-Sperre belegt und muss wie Jakobsen auch gegen Lettland noch zuschauen. Grotnes darf dann jedoch wieder mitspielen.

Albtraum für die Slowaken

Die Dänen feierten ihren höchsten Sieg bei einer A-WM und übernahmen mit sechs Punkten vor dem Abendspiel zwischen Finnland und Weißrussland die Führung in der Zwischenrunden-Gruppe E, der auch Deutschland angehört. Vor einer Minikulisse von 4442 Zuschauern in der Arena in Köln demütigte Dänemark dabei den Weltmeister von 2003 mit sechs Toren in den ersten 14 Minuten. Bei 15 WM-Teilnahmen hat ein slowakisches Team noch nie einen derartigen Albtraum in einem Drittel erlebt. Die bisher höchsten Pleiten waren ein 2:8 (1999) und ein 0:8 (2009) gegen Tschechien.

Drei Tore in den ersten 280 Sekunden

Nach 280 Sekunden stand es bereits 3:0 für Dänemark, das zwei Tage zuvor in der Vorrunde noch 1:3 gegen Gastgeber Deutschland verloren hatte. Peter Regin (2.), Philip Larsen in 5:3-Überzahl (5.) und Mads Christensen im nachfolgenden einfachen Powerplay (5.) trafen. Nach drei Schüssen und drei Treffern war für den slowakischen Starting-Goalie Peter Budaj damit die Partie beendet. Doch Vertreter Ratislav Stana erging es wenig besser. Morten Madsen in Überzahl (11.), Morten Green (13.) und Stefan Lassen (14.) erzielten die weiteren Tore. 15:3 Schüsse lautete die Bilanz nach dem ersten Abschnitt. In zweiten Durchgang war die Begegnung dann ausgeglichen. Vor dem ebenfalls unspektakulären Schlussabschnitt trottete dann der russische Star Alexander Owetschkin in die Halle, um ein wenig Sport zu sehen. Der Kapitän der Washington Capitals hatte da aber schon das Beste verpasst.

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