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Eishockey-WM: Nach Penalty-Krimi: Schweden holt sich den Titel

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WM-Finale  

Nach Penalty-Krimi: Schweden holt sich den Titel

20.05.2018, 23:22 Uhr | sid

Eishockey-WM: Nach Penalty-Krimi: Schweden holt sich den Titel. Das schwedische Team feiert ausgelassen nach dem Sieg über die Schweiz. (Quelle: Reuters/GRIGORY DUKOR)

Das schwedische Team feiert ausgelassen nach dem Sieg über die Schweiz. (Quelle: GRIGORY DUKOR/Reuters)

In einem dramatischen Finale hat sich Schweden die Eishockey-Weltmeisterschaft gesichert. Tapfere Schweizer hatten in Dänemark das Nachsehen.

Mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel haben Schwedens NHL-Stars die Schweizer Eishockey-Überflieger gestoppt und sich erneut zum Weltmeister gekrönt. Die Tre Kronor setzten sich im Finale der WM in Dänemark gegen den Außenseiter mit 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch und holten sich zum elften Mal Gold.

Die Eidgenossen, die sensationell Finnland und Kanada ausgeschaltet hatten, mussten sich wie 2013 mit Silber begnügen. Vor fünf Jahren in Stockholm hatten die Schweden mit 5:1 triumphiert. In Kopenhagen wiederholten die Skandinavier zudem den Erfolg des Vorjahres in Köln, als sie Kanada mit 2:1 ebenfalls nach Penaltyschießen besiegt hatten. Filip Forsberg verwandelte den entscheidenden Penalty.

Kanada mit bittere Pleite

Rekord-Olympiasieger Kanada ging zum ersten Mal seit vier Jahren leer aus. Das Team um den NHL-Scorerkönig Connor McDavid unterlag im Spiel um Platz drei den USA mit 1:4 (0:0, 1:1, 0:3) und blieb nach zweimal Gold und einmal Silber ohne Medaille. Die Amerikaner um ihren Starstürmer Patrick Kane gewannen zum dritten Mal in sechs Jahren Bronze.

Die Schweizer mit fünf Finalisten von 2013 begannen nach ihren 3:2-Coups im Viertel- und Halbfinale mit sehr viel Selbstvertrauen und hatten zunächst die besseren Torchancen. Erst nach etwa zehn Minuten kam der Favorit besser ins Spiel. Dennoch gelang den Eidgenossen, mit acht NHL-Profis vom Boulevard zur "besten Nati aller Zeiten" gekürt, durch Nino Niederreiter vor 12.490 Zuschauern in der ausverkauften Royal Arena die Führung (17.), Gustav Nyquist glich allerdings fast postwendend aus (18.).

Genoni bringt Schweden zur Verzweiflung

Timo Meier nutzte im Powerplay einen Wechselfehler der Schweden zum 2:1 (24.). Die Tre Kronor antworteten mit wütenden Angriffen und bauten enormen Druck auf, Torhüter Leonardo Genoni geriet immer mehr unter Beschuss. Beim Ausgleich durch Mika Zibanejad in Überzahl war der 30-Jährige vom SC Bern machtlos (35.).

Im Schlussabschnitt setzten sich die Skandinavier immer wieder im Schweizer Drittel fest. Doch der erneut überragende Genoni brachte sie mit zahlreichen starken Paraden zur Verzweiflung und half dem Team von Trainer Patrick Fischer, vier Minuten in Unterzahl unbeschadet zu überstehen. In der Overtime hatten die Schweizer Glück, als Adam Larsson zwei Sekunden vor Schluss den Pfosten traf.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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