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Bernie Ecclestone: Luca du Montezemolo legt Formel-1-Boss Rücktritt nahe

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Ecclestone: Bei Anklage Rücktritt?

20.12.2012, 13:06 Uhr | dpa, t-online.de

Bernie Ecclestone: Luca du Montezemolo legt Formel-1-Boss Rücktritt nahe. Luca di Montezemolo (re.) im Gespräch mit Bernie Ecclestone. (Quelle: imago/Thomas Melzer)

Luca di Montezemolo (re.) im Gespräch mit Bernie Ecclestone. (Quelle: imago/Thomas Melzer)

Noch ist nicht Anklage gegen Bernie Ecclestone erhoben worden. Aber sollte es dazu kommen, dürfte die Luft für den Formel-1-Boss dünn werden. Aus dem inneren Macht-Zirkel der Formel 1 hat nun Ferrari-Chef Luca di Montezemolo indirekt den Rücktritt des 82-Jährigen gefordert, sollte es zu einer Schmiergeld-Anklage gegen Ecclestone kommen: "Weil er die Formel 1 liebt, wird Bernie der Erste sein, der einen Schritt zurücktritt, im Interesse der Rennserie. Dieser Vorgang kann die ganze Formel 1 beschädigen", wird di Montezemolo in der "Süddeutschen Zeitung" zitiert.

Damit sprach der Italiener erstmals öffentlich aus, was wohl schon längst intern abgesprochen ist: Falls Ecclestone angeklagt wird, ist er für die Formel 1 nicht mehr tragbar. Um einen größeren Imageschaden abzuwenden, würde der Brite zu einem Rücktritt bewegt werden.

Schweigegeld statt Schmiergeld?

Dem Milliardär Ecclestone wird vorgeworfen, dem früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Anteile der Bank rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben. Zu einer Anklage gegen Ecclestone wird es 2012 nicht mehr kommen. "Mit einem Verfahrensabschluss in diesem Jahr ist nicht zu rechnen", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Ecclestone bestreitet die Vorwürfe und stellt die Millionenzahlung an Gribkowsky als eine Art Schweigegeld dar, damit dieser ihn nicht bei den britischen Steuerbehörden anschwärzt. Sollte es zu einer Anklage und danach zu einem Prozess gegen Ecclestone kommen, würde dieser in München stattfinden.

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