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Schumacher-Unfall: Klinik erwägt Maßnahmen gegen Medien

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Nach Schumacher-Unfall  

Klinik ergreift Maßnahmen gegen Medien

01.01.2014, 16:12 Uhr | sid, dpa

Schumacher-Unfall: Klinik erwägt Maßnahmen gegen Medien. Im Mittelpunkt: Sabine Kehm, Managerin von Michael Schumacher, bei der Presserunde vor der Klinik in Grenoble. (Quelle: dpa)

Im Mittelpunkt: Sabine Kehm, Managerin von Michael Schumacher, bei der Presserunde vor der Klinik in Grenoble. (Quelle: dpa)

Die Klinik in Grenoble hat auf die Auswirkungen des weltweiten Interesses am Schicksal des schwer verletzten Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher reagiert. Die Journalisten wurden aufgefordert, mit Übertragungswagen und anderem großen Equipment den Parkplatz vor dem Universitätskrankenhaus zu räumen. Für die Fahrzeuge wurde ein unmittelbar angrenzendes Gelände zur Verfügung gestellt. Der große Andrang von Medienvertretern hatte in den vergangenen Tagen zunehmend die regulären Abläufe im Krankenhaus beeinflusst. Es gab teilweise Behinderungen der Einfahrt zur Notfallaufnahme.

"Priester" von Sicherheitskräften aufgehalten

Bei einer phasenweise chaotisch verlaufenen Fragerunde am Neujahrstag hatte Schumachers Managerin Sabine Kehm erneut von einem besonders "pietätlosen" Vorgang berichtet. So soll ein als Priester verkleideter Journalist versucht haben, sich Zugang zu Schumacher zu verschaffen. Sicherheitskräfte hätten den Mann aber rechtzeitig daran gehindert.

Privatsphäre respektieren

Kehm selbst ging auch auf das Medieninteresse ein. "Es gibt besondere Sicherheitsvorkehrungen, weil wir ständig Versuche von Medien haben, nah an Michael oder die Familie heranzukommen. Wir schätzen die Arbeit der Medien sehr, dennoch sollten bitte Privatsphäre und Gefühle der Familie respektiert werden. Zudem sollte die Arbeit im Krankenhaus beachtet werden, das ist hier eine normale Klinik", sagte sie.

Zustand stabil - "das ist eine gute Nachricht"

Unterdessen erklärte Kehm bei der improvisierten Pressekonferenz, dass sich Schumachers Zustand in der Silvesternacht zumindest stabilisiert hat. "Das ist für den Moment eine gute Nachricht. Ich betone für den Moment", sagte die Managerin des 44-Jährigen. Die Lage des Formel-1-Rekordweltmeisters bleibe unverändert kritisch.

Schumacher befindet sich auf der Intensivstation der Uniklinik von Grenoble im künstlichen Koma. Vor seinem 45. Geburtstag an diesem Freitag schwebt der Kerpener weiter in Lebensgefahr.

Von Stunde zu Stunde schauen

"Wir sind erst am dritten Tag, nachdem es passiert ist. Wir müssen alle vorsichtig sein mit unseren Einschätzungen", betonte Kehm. Dennoch waren es zumindest keine schlechteren Nachrichten, die seine Managerin bei der Presserunde vor zahlreichen Kamerateams überbrachte. "Es gab keine Veränderungen, weder im positiven noch im negativen", sagte sie.

Wie schon die Ärzte am Dienstag, wies auch Kehm darauf hin, dass man nur von Stunde zu Stunde und Tag zu Tag schauen könne. Zu schwer sind die Kopfverletzungen, die sich Schumacher zugezogen hat.

In einer zweiten Operation gelang es den Ärzten zuvor, den Innendruck in Schumachers Schädel zu verringern. Schumacher habe immer noch zahlreiche Blutgerinnsel im Gehirn. Die anderen Hämatome seien schwerer zugänglich als das, das zuletzt entfernt worden sei.

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