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Formel 1 kehrt in Shanghai zum alten Qualifying-Modus zurück

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Klares Votum aller Rennställe  

F1 kehrt zu altem Qualifying-Modus zurück

08.04.2016, 07:35 Uhr | dpa

Formel 1 kehrt in Shanghai zum alten Qualifying-Modus zurück. Der spätere Sieger Nico Rosberg beim Qualifying beim Saisonauftakt in Bahrain. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Der spätere Sieger Nico Rosberg beim Qualifying beim Saisonauftakt in Bahrain. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Die Formel 1 kehrt zum alten Qualifikationsformat zurück. Schon ab dem nächsten Saisonrennen am 17. April in Shanghai soll wieder im alten Modus gefahren werden.

Dies teilte der Motorsportweltverband FIA mit. Demnach ist das erst zu Jahresbeginn eingeführte hochumstrittene Format Geschichte, wonach nach einer bestimmten Phase jeweils nach 90 Sekunden der langsamste Pilot ausschied.

Klares Votum aller Rennställe

Alle elf Rennställe hatten sich zuvor für die Rückkehr zum alten Modus ausgesprochen. Dies bekräftigten sie in einem Schreiben an Chefvermarkter Bernie Ecclestone, Mehrheitseigner CVC und Weltverbandschef Jean Todt. In letzter Instanz muss nun noch der Motorsportweltrat den Vorschlag der Teams absegnen..

Während einer Telefonkonferenz machten die Teamchefs zudem deutlich, sich jedem neu vorgeschlagenen Modus zu versperren. Das von Ecclestone und Todt seit jüngstem favorisierte Format sah vor, dass in jeder K.-o.-Runde die beiden schnellsten Zeiten addiert werden. Dadurch sollten die Formel-1-Boliden in den einzelnen Qualifikationsabschnitten häufiger auf der Strecke sein. In ihrem gemeinsamen Schreiben lehnten die Teamchefs diese Idee aber als zu verwirrend für die Zuschauer ab.

Niederlage für Ecclestone und Todt

Ecclestone und Todt erlitten damit im Machtkampf mit den Teams eine herbe Niederlage. Entsprechend enttäuscht zeigte sich der 85-jährige Chefvermarkter. "Die Leute scheinen zu vergessen, dass wir versuchen, die Startaufstellung ein wenig durchzumischen. Denn was wir bislang gesehen haben, sorgt nicht besonders für Spannung", zitierte "Autosport" den Briten, der sich in der jüngeren Vergangenheit über die Dominanz von Mercedes beklagt hatte. Hinsichtlich einer langfristigen Lösung zeigte sich Ecclestone nun skeptisch.

Erst seit Saisonbeginn fuhr die Formel 1 in einem überarbeiteten Qualifikationsmodus. Größte Veränderung im Vergleich zum alten Format war, dass nach einer bestimmten Phase jeweils nach 90 Sekunden der langsamste Pilot ausschied. Schon nach dem Auftakt in Melbourne hatten die Teamchefs die Rückkehr zum alten Format gefordert.

Erhoffte Spannung bleibt aus

Bei der nachfolgenden Abstimmung mit dem Weltverband FIA und der Formel-1-Geschäftsführung kam aber kein einstimmiges Votum zustande. Beim zweiten Saisonlauf in Bahrain fuhren Weltmeister Lewis Hamilton und Co. wieder im neuen Modus. Die erhoffte Spannung in der Qualifikation hielt sich erneut stark in Grenzen.

"Wenn alle gegen etwas sind, es aber dann doch beibehalten wird, läuft irgendwas nicht richtig", hatte der viermalige Weltmeister und Ferrari-Star Sebastian Vettel in Bahrain gesagt. Dieser Modus sei schlicht "Quark".

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