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Ferrari-Boss rüffelt Sebastian Vettel: "Das ist kein Monopoly"

WM-Kampf schon jetzt verloren?  

Ferrari-Boss rüffelt Vettel: "Das ist kein Monopoly"

18.04.2016, 09:43 Uhr | t-online.de, sid

Ferrari-Boss rüffelt Sebastian Vettel: "Das ist kein Monopoly". Den Teamkollegen abgeschossen, im WM-Kampf schon jetzt kaum noch eine Chance: Sebastian Vettel konnte sich über Platz zwei in Shanghai nicht richtig freuen. (Quelle: imago images/LAT Photographic)

Den Teamkollegen abgeschossen, im WM-Kampf schon jetzt kaum noch eine Chance: Sebastian Vettel konnte sich über Platz zwei in Shanghai nicht richtig freuen. (Quelle: LAT Photographic/imago images)

Es war die Szene des Rennens in China: Nach dem Start schubste Ferrari-Star Sebastian Vettel seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen im Getümmel von der Strecke. Danach kochte der viermalige Weltmeister vor Wut, gab Red-Bull-Pilot Daniil Kwjat die Schuld am Unfall.

Doch Ferrari-Boss Sergio Marchionne stutzte Vettel, der am Ende hinter Nico Rosberg immerhin noch auf Platz zwei raste, nach der Siegerehrung zurecht. "Wir sollten nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Das tut man nicht", wird der 63-Jährige von "Bild.de" zitiert: "Das ist eben Rennsport und kein Monopoly. Aber wenn deine beiden Fahrer ineinanderkrachen, ist das niemals gut."

Auch Teamchef Maurizio Arrivabene war nach dem "katastrophalen Start" angefressen. Ferrari hätte eine "sehr, sehr, sehr gute Chance gehabt, zu gewinnen", erklärte er. "Ganz sicher. Unser Auto ist gut, das haben wir gezeigt."

Motoren am absoluten Limit gebaut

Doch ist das wirklich so? Ja, Ferrari ist konkurrenzfähiger geworden - mehr aber auch nicht. Die Scuderia geht bei der Jagd auf Mercedes volles Risiko, die Motoren in den roten Rennern sind am absoluten Limit gebaut. Das haben die Schäden bei Vettel in Bahrain, als er schon in der Einführungsrunde mit einem Motorplatzer ausfiel, und zuvor bei Räikkönen in Australien gezeigt. Der Druck in Maranello ist immens, nach neun Jahren endlich wieder die Weltmeisterschaft zu gewinnen.

Bereits in diesem Jahr will Ferrari den ganz großen Wurf landen. Doch vom Titel ist der Traditionsrennstall noch immer meilenweit entfernt. Vielleicht ist der WM-Kampf schon jetzt gelaufen. Mehr als 37 Sekunden betrug in Shanghai der Vorsprung von Rosberg auf Vettel - das sind Welten.

Selbst Titelverteidiger Lewis Hamilton, der in diesem Jahr nur schleppend in die Gänge kommt und nach technischen Problemen im Qualifying als Letzter ins Rennen gegangen, hat nach seinem siebten Platz sechs Punkte in der WM-Wertung mehr auf dem Konto als Vettel.

Rosberg macht Ferrari Mut

Nach drei Rennen lässt sich festhalten: Ferrari muss dringend eine Abkürzung finden, wenn die Scuderia die Silberpfeile noch überholen will. Balsam für die Seele gab es vor dem nächsten Grand Prix in Russland ausgerechnet von Seriensieger Rosberg.

"Ferrari hat noch nicht gezeigt, was sie wirklich können", sagte der neue Top-Favorit auf den Titel. Trösten kann das Vettel und Co. sicher nicht so richtig. Denn auch Ferrari weiß: Rosbergs Worte sind mehr Understatement als Realität.

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