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Valtteri Bottas beerbt Weltmeister Nico Rosberg bei Mercedes

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Bottas beerbt Weltmeister Rosberg bei Mercedes

16.01.2017, 16:59 Uhr | dpa

Valtteri Bottas beerbt Weltmeister Nico Rosberg bei Mercedes. Valtteri Bottas übernimmt bei Mercedes das Cockpit von Nico Rosberg. (Quelle: imago images/LAT photographic)

Valtteri Bottas übernimmt bei Mercedes das Cockpit von Nico Rosberg. (Quelle: LAT photographic/imago images)

Die Hängepartie um den Nachfolger des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg ist beendet. Mercedes setzt in der neuen Saison der Formel 1 auf den Finnen Valtteri Bottas. Das bestätigte der Rennstall. Der 27-Jährige hatte zuvor nach wochenlangem Poker vom Rivalen Williams die Freigabe für einen Wechsel erhalten.

"Es war lange mein Traum für so ein Team zu fahren - ein Team von Champions", sagte Bottas: "Was ihr in den letzten Jahren erreicht habt, ist einmalig in der Geschichte der Formel 1." Auch die Zusammenarbeit mit Hamilton erwartet Bottas voller Vorfreude: "Ich respektiere Lewis als Fahrer und als Person. Ich bin mir sicher, dass wir uns gegenseitig antreiben werden und trotzdem als Team zusammenarbeiten."

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff formulierte derweil bereits seine Erwartungen an den neuen Fahrer. "Jetzt werden wir sehen, ob er mit der Herausforderung wachsen und um Rennsiege sowie Weltmeisterschaften mitkämpfen kann", sagte der Österreicher.

Rosberg als Markenbotschafter

Rosberg wird unterdessen dieses Jahr als Markenbotschafter für Mercedes auftreten. Dies teilte der Rennstall ebenfalls mit. Der Weltmeister wird demnach seinen ersten Auftritt an der Seite seines langjährigen Stallrivalen Lewis Hamilton bei einer Veranstaltung am Dienstag in Genf haben.

Der Wiesbadener hatte sich Ende November in Abu Dhabi seine erste WM gesichert. Am 2. Dezember verkündete der gebürtige Wiesbadener dann seinen Rückzug.

Massa als Ersatzmann

Das Cockpit von Bottas übernimmt in der neuen Saison der Brasilianer Felipe Massa, der eigentlich am Ende des Vorjahres bereits seine Karriere beendet hatte. Das teilte Williams am Montag mit.

Durch den Rücktritt von Rosberg kurz nach seinem ersten Titelgewinn in der Vorsaison war Mercedes gewaltig unter Druck geraten, da alle Top-Piloten bereits bei anderen Rennställen gebunden waren.

Bottas, der für 2017 eigentlich noch bei Williams im Wort stand, erhielt den Vorzug vor Mercedes-Talent Pascal Wehrlein. Der Deutsche wurde nach nur einer Formel-1-Saison beim mittlerweile insolventen Hinterbänkler-Team Manor für noch nicht reif genug befunden und wird künftig für den Schweizer Rennstall Sauber starten.

Als Antreiber für Hamilton

Für Bottas sprach seine Erfahrung von 77 Grand Prix, in denen er es neunmal auf das Podium schaffte. In seinen vier Jahren in der Königsklasse hat der Finne nachgewiesen, dass er es mit der Spitze aufnehmen kann. Mercedes hatte als wichtigen Faktor bei der Fahrerwahl genannt, dass der Neuzugang möglichst sofort den britischen Silberpfeil-Star Lewis Hamilton auf Augenhöhe zu Höchstleistungen treiben soll, wie es zuvor Rosberg getan hatte.

In den Verhandlungen mit Williams konnte Mercedes den englischen Konkurrenten dem Vernehmen nach mit einem deutlichen Preisnachlass für die Kundenmotoren überzeugen. Zwar war Bottas bei Williams als Lehrmeister für den 18 Jahre alten Neuzugang Lance Stroll aus Kanada eingeplant.

Diese Rolle wird nun aber der Brasilianer Massa übernehmen. Der 35-Jährige ließ sich das Angebot nicht entgehen und verschiebt seine Rente nochmals für eine Saison. "Es handelt sich um eine Vereinbarung für 2017 und über mehr habe ich noch nicht darüber hinaus gedacht", sagte Massa.

Wolff im Management des Finnen

Kein Nachteil im wochenlangen Poker um Bottas dürfte es zudem gewesen sein, dass Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schon länger zum Management-Team des Finnen gehört. Zudem wechselt der bisherige Mercedes-Technikchef Paddy Lowe wohl als neuer Technikdirektor zu Williams.

Die neue Formel-1-Saison beginnt am 26. März im australischen Melbourne. Bereits Ende Februar stehen in Barcelona die ersten Testfahrten an. Wegen einer umfassenden Regelreform werden sich die Autos in diesem Jahr stark verändern, sie sollen schneller und schwerer zu beherrschen sein.

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