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Großer Preis von Singapur - Vettel vor Sauna-Rennen: "Mein größter Gegner bin ich"

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Formel 1  

Vettel vor Sauna-Rennen: "Mein größter Gegner bin ich"

13.09.2018, 16:44 Uhr | dpa

Großer Preis von Singapur - Vettel vor Sauna-Rennen: "Mein größter Gegner bin ich". Konzentriert sich auf seine Stärken: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel.

Konzentriert sich auf seine Stärken: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel. Foto: Luca Bruno/AP. (Quelle: dpa)

Singapur (dpa) - Sebastian Vettel redete, als würde er und nicht Lewis Hamilton die Formel-1-Gesamtwertung mit großem Vorsprung anführen. "Mein größter Gegner bin ich selbst", verkündete der Ferrari-Star in der Abendschwüle von Singapur.

Angesichts eines Rückstands von 30 Punkten auf seinen Mercedes-Rivalen gab sich der Heppenheimer beim Frage-Antwort-Geplänkel mit den Medien vor dem Team-Pavillon im Fahrerlager erstaunlich selbstbewusst.

Seinen Optimismus begründete der Vierfach-Champion vor allem mit der Stärke seines Autos. "Wenn ich etwas in der Hand habe, mit dem ich spielen kann, dann mache ich mir um andere keine Sorgen", sagte Vettel. Natürlich sei Hamilton derjenige, der zu schlagen sei. Aber wenn seine eigene Leistung stimme, "dann können mir die anderen nichts anhaben", meinte der Hesse.

Die Monza-Niederlage war kein Thema mehr für ihn. Vor zwei Wochen hatte er in der Qualifikation die Pole an seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen verloren. Im Rennen war er dann kurz nach dem Start mit Hamilton kollidiert und hatte als Vierter hilflos zusehen müssen, wie der Titelverteidiger gewann.

"Ich weiß auch, dass die letzten Rennen kein Spaziergang waren", sagte Vettel nun in Singapur. Das ist zwar richtig und klang dennoch, als habe er gerade eine Siegesserie hinter sich. "Auch wenn die Szene davon schwärmt, wie gut unser Auto ist. Es ist sehr, sehr eng."

Was den Punktestand angeht, eher nicht. Hamilton hat von den letzten vier Rennen drei gewonnen: in Hockenheim, Budapest und Monza - alles Ferrari-affine Strecken. Zum selben Zeitpunkt des vergangenen Jahres hatte der Brite vor dem Nachtrennen in der Singapur-Sauna nur drei Punkte Vorsprung.

Damit will sich der 33-jährige Hamilton derzeit erst gar nicht beschäftigen. "Es mag im Unterbewusstsein sein, aber ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht. Im Moment gibt es keinen Grund, meine Herangehensweise zu ändern", versicherte der Mercedes-Chefpilot.

Ihm ist aber auch klar, dass sein deutscher Konkurrent am Sonntag fast schon zum Siegen verdammt ist, will dieser endlich auch mit der Scuderia Weltmeister werden. Ferrari ist auf dem verwinkelten Marina Bay Street Circuit favorisiert wie auf keiner anderen Strecke im Saisonendspurt. Mercedes muss in dem Stadtstaat sogar Red Bull fürchten.

"Über Erwartungen zu sprechen ist immer schwer", meinte Vettel vor dem 15. von 21 Rennen. "Natürlich kommen wir nicht hierhin, um mitzurollen. Natürlich haben wir ein Ziel und natürlich will ich gewinnen." Er schränkte aber ein: "Da muss aber viel zusammenkommen."

Mit einer Hilfestellung von seinem Teamkollegen Räikkönen, wie Hamilton sie von seinem Silberpfeil-Partner Valtteri Bottas erhält, will Vettel nicht rechnen. Für den 38-jährigen Räikkönen ist es das erste Rennen seit der Verkündung seines erzwungenen Abschieds von Ferrari und seines Wechsels zum Schweizer Rennstall Sauber.

"Man sollte in viele Dinge nicht zu viel Psychologie hineininterpretieren. Wir beide wissen, was unser Job ist. Wir beide fahren fürs Team, wir beide fahren für uns", sagte Vettel. Vielleicht gebe es die ein oder andere Konstellation, wo Hilfe sinnvoll wäre. "Aber da muss man erst einmal hinkommen, bevor man darüber spricht." Räikkönen selbst hält ohnehin nicht viel von der Diskussion. "Ich fahre nur ein Auto", meinte der Finne lakonisch.

In jedem Fall bedauerte Vettel den Abschied seines Kumpels zum Saisonende. Er sei der "beste Teamkollege, den ich hatte", sagte er. Mit der Teamentscheidung, Räikkönen durch das 18 Jahre jüngere monegassische Talent Charles Leclerc von Sauber zu ersetzen, hatte er nichts zu tun. "Dass man darüber spricht, ist ganz normal", erzählte Vettel. "Aber ich habe kein Entscheidungsrecht." Richtung Leclerc sagte er: "Das ist eine Riesenchance für ihn."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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