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Lungentransplantation - Ärzte: Niki Lauda kann nach Reha normales Leben führen

Lungentransplantation  

Ärzte: Niki Lauda kann nach Reha normales Leben führen

25.10.2018, 23:18 Uhr | dpa

Lungentransplantation - Ärzte: Niki Lauda kann nach Reha normales Leben führen. Ist nach seiner Lungentransplantation auf dem Weg der Besserung: Niki Lauda.

Ist nach seiner Lungentransplantation auf dem Weg der Besserung: Niki Lauda. Foto: Erwin Scheriau/APA. (Quelle: dpa)

Wien (dpa) - Niki Lauda wird nach seiner Lungentransplantation voraussichtlich wieder ein normales Leben führen und auch zu Formel-1-Rennen reisen können.

"Wir erwarten, dass er wieder eine fast normale Lebensqualität hat, körperlich natürlich etwas eingeschränkt", sagte Doktor Peter Jaksch vom Allgemeinen Krankenhaus in Wien am Donnerstag, einen Tag nach Laudas Entlassung aus dem Krankenhaus. "Er wird sicher wieder fliegen können, zu den Grand Prix fahren können, er wird auch Auto fahren können." Laudas Arzt Prof. Walter Klepetko brachte die Situation der Formel-1-Legende mit einem Vergleich aus dem Motorsport auf den Punkt: "Der Motor brummt wieder, am Fahrgestell müssen wir noch ein bisschen arbeiten, aber dann wird es für einen Sieg sicher reichen."

Lewis Hamilton freut sich ganz besonders über die "großartigen Nachrichten" von Mercedes-Teamoberausfseher Lauda. "Ich bin super happy für ihn", sagte der Formel-1-Spitzenreiter im Fahrerlager des Großen Preises von Mexiko. "Er ist immer noch der gleiche und macht seine Witze auch am Telefon", erzählte Hamilton, an dessen Wechsel von McLaren zu Mercedes zur Saison 2013 der dreimalige Weltmeister Niki Lauda auch einen großen Anteil gehabt hatte.

Auch Ferrari-Pilot Sebastian Vettel reagierte mit Freude auf die Nachrichten aus Österreich. "Das ist natürlich super", sagte Vettel: "Ich wünsche ihm weiter beste Genesung." Jeder, der eine Zeit lang im Krankenhaus gewesen sei, wisse, wie toll es sei, dann wieder nach Hause zu kommen.

Der 69-Jährige hatte Anfang August eine Spender-Lunge erhalten, nachdem sich sein Zustand wegen einer Entzündung der Lungenbläschen dramatisch verschlechtert hatte. Das Immunsystem hatte begonnen, die Lunge zu attackieren. Der ehemalige Rennfahrer, der unter anderem Aufsichtsratschef des Formel-1-Teams von Mercedes ist und als Luftfahrtunternehmer arbeitet, musste an eine externe Pumpe angeschlossen werden, die als Ersatz für die Lunge das Blut mit Sauerstoff versorgte. Zudem versagte eine seiner vor vielen Jahren transplantierten Nieren. Die Ärzte verdeutlichten am Donnerstag, dass es sich bei der Lungentransplantation um eine lebensrettende Maßnahme gehandelt habe.

Der als Kämpfer mit eisernem Willen bekannte ehemalige Rennfahrer erholte sich von dem schweren Eingriff relativ schnell. Seine Ärzte im Wiener AKH hatten sich schon wenige Tage nach der Operation zufrieden mit dem Heilungsverlauf gezeigt. Auch am Donnerstag erklärte Klepetko, dass sich die Lage mit Blick auf die schwierige Situation des Ex-Rennfahrers vor der Lungentransplantation "optimalst" entwickelt habe. Die Ärzte lobten mehrfach Laudas Kampfgeist, seine Selbstdisziplin und die große Unterstützung durch seine Familie.

Auf den ehemaligen Rennfahrer warte nun ein Vollzeitjob in der Reha, auf den er sich entsprechend konzentrieren müsse. "Herr Lauda ist ja ein bekannter, guter und disziplinierter Sportler und macht bei diesem Programm sehr ambitioniert mit", sagte Klepetko. Besonders wichtig sei, dass sich Lauda in nächster Zeit keinen Infekt einfange.

Das Wiener AKH gehört mit rund 120 Lungen-Transplantationen im Jahr zu den fünf größten Zentren dieser Art weltweit. Insgesamt wurden an der Klinik bisher knapp 2000 Lungen verpflanzt. Die Überlebensrate der Patienten liegt nach Angaben des AKH nach fünf Jahren bei 75 Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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