Sie sind hier: Home > Sport > Formel 1 >

Grand Prix in Interlagos - Fittipaldi, Piquet, Senna: Brasiliens schweres Formel-1-Erbe

Grand Prix in Interlagos  

Fittipaldi, Piquet, Senna: Brasiliens schweres Formel-1-Erbe

08.11.2018, 11:06 Uhr | dpa

Grand Prix in Interlagos - Fittipaldi, Piquet, Senna: Brasiliens schweres Formel-1-Erbe. Letzter brasilianischer Formel-1-Weltmeister: Ayrton Senna.

Letzter brasilianischer Formel-1-Weltmeister: Ayrton Senna. Foto: EPA. (Quelle: dpa)

São Paulo (dpa) - Völlig entkräftet und von Krämpfen geplagt stieg Ayrton Senna auf das Podium von Interlagos und entrollte mit größter Mühe die brasilianische Flagge.

Von einem Getriebeschaden heimgesucht hatte sich die Formel-1-Ikone im sechsten Gang in einem Grand Prix für die Ewigkeit im März 1991 zu seinem erlösenden ersten Heimsieg gezittert. "Ich bin erst wieder in der Wirklichkeit angekommen, als ich die Ziellinie gesehen habe", erinnerte sich der 1994 ums Leben gekommene Senna einmal. "Es war nicht der größte Sieg meines Lebens, aber einer, für den ich einfach alles geben musste. Ich werde ihn auf ewig in meinem Gedächtnis behalten."

Für die Ewigkeit sind die Bilder Sennas, wie er mit geschlossenen Augen den Moment des Triumphs auszukosten versucht oder wie er von tausenden Landsleuten frenetisch gefeiert wird. Sie lösen immer noch Gänsehaut aus. Und diese Bilder des dreimaligen Weltmeisters sind Zeitdokumente für die Formel-1-Begeisterung in Brasilien.

Das war eine glanzvolle Epoche. Die Gegenwart sieht anders aus. Erstmals seit 1969 hat Brasilien, dieses Riesenland mit riesiger Motorsporthistorie, in diesem Jahr keinen Stammfahrer in der Formel 1. Vor dem Grand Prix am Sonntag in Interlagos mussten sich die Fans mit Felipe Massa begnügen. Im Stadtteil Botafogo von Rio de Janeiro steuerte der Ende 2017 zurückgetretene Formel-1-Fahrer als Vorgeschmack einen Vorführwagen von Williams.

"Es ist schade, dass derzeit kein Brasilianer fährt", sagte Massa dem TV-Sender Globo als vorerst letzter seiner Spezies. "Die ganze Welt will einen Brasilianer sehen und ihm auch zujubeln."

Nicht die ganze Welt, aber sicher ein beträchtlicher Teil der brasilianischen Formel-1-Welt litt zumindest mit Massa 2008. An jenem 2. November 2008 gewann der damalige Ferrari-Pilot den Großen Preis von Brasilien und durfte sich sogar als Weltmeister fühlen - aber nur für einige Sekunden. Ein Überholmanöver von Lewis Hamilton gegen Timo Glock zerstörte wenige hundert Meter vor der Ziellinie die Erfüllung des sportlichen Lebenstraums von Massa.

Dann flossen Tränen. Viele Tränen. Massa hätte sich fast zum ersten brasilianischen Weltmeister seit Senna 1991 gekürt und in seiner Heimat Legendenstatus erhalten. Wie auch Emerson Fittipaldi (1972, 1974). Wie auch Nelson Piquet (1981, 1983, 1987). Und eben wie auch Senna (1988, 1990, 1991).

McLaren spielt bei dieser WM-Sammlung eine nicht unerhebliche Rolle. Alleine Senna holte seine drei Titel in einem Wagen des englischen Traditionsteams. Da verwundert es auch nicht, dass Petrobras mit diesem Erbe in Verbindung gebracht werden will. Anfang dieses Jahres schloss Brasiliens staatliches Mineralölunternehmen mit McLaren einen Vertrag über eine Technologiepartnerschaft.

Und es verwundert weiter nicht, dass diese Verbindung auch eine Fahrerentscheidung begünstigt hat. Hinter den 2019er Stammpiloten Carlos Sainz jr. aus Spanien und dem Briten Lando Norris wird Sérgio Sette Câmara als Ersatzfahrer Erfahrung sammeln dürfen. Kurz vor diesem Rennwochenende verkündete McLaren zum Wohlwollen der brasilianischen Fans die Beförderung des 20 Jahre alten Formel-2-Piloten.

"Alle brasilianischen Piloten haben mich inspiriert", sagte der aus Belo Horizonte stammende Câmara. "Wir werden als ein Land anerkannt, das Piloten hervorbringt, auch wenn Brasiliens Wirtschaft nicht so stark ist wie die europäische." Zumindest haben die Südamerikaner wieder einen Fahrer, auf den sie ihre Hoffnungen projizieren können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018