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HSV-Sportchef Bastian Reinhardt platzt der Kragen

Bundesliga - Hamburger SV  

HSV-Sportchef platzt der Kragen

13.12.2010, 07:05 Uhr | dpa, t-online.de, dpa, t-online.de

HSV-Sportchef Bastian Reinhardt platzt der Kragen. Bastian Reinhardt hat genug von den dürftigen Darbietungen der HSV-Profis. (Foto: imago)

Bastian Reinhardt hat genug von den dürftigen Darbietungen der HSV-Profis. (Foto: imago)

Bastian Reinhardt hat nach der 2:4-Niederlage des Hamburger SV gegen Bayer Leverkusen die vermeintlichen Stars der Hanseaten scharf attackiert. So kritisierte der HSV-Sportdirektor Torhüter Frank Rost wegen dessen Äußerungen gegenüber der Presse nach dem letzten Bundesliga-Heimspiel der Hinrunde. "Auch Frank muss sich langsam entscheiden, ob er einer sein will, der etwas mit aufbauen oder niederreißen will. Einen von den beiden Wegen gibt es nur", sagte der ehemalige Innenverteidiger.

Rost hatte die Mannschaft mit dem Zauberlehrling von Goethe verglichen. Ebenso verklausuliert hatte der Keeper nachgelegt: "Die Geister, die du rufst, wirst du nicht mehr los." "Sich nach dem Spiel hinzustellen und so etwas kryptisches zu sagen - ich weiß nicht, wen er damit mitreißen will", legte Reinhardt nach.

Reinhardt: "Verwunderlich, was mit Zé Roberto los ist"

Auch den Brasilianer Zé Roberto nahm Reinhardt in die Kritik: "Ich war nicht sehr angetan von seinem Spiel. Er hat gerade in der ersten Hälfte mehrere eklatante Fehler gemacht, das sollte einem Spieler mit seiner Erfahrung nicht passieren." Dem Mittelfeldspieler drohen - wie der gesamten Mannschaft - Konsequenzen ob der sportlichen Talfahrt: "Es ist verwunderlich, was mit ihm los ist. Er muss sich überlegen, ob er noch in der Lage ist, alles für den HSV zu geben. Dann muss man sehen, was es für mögliche Lösungen gibt. Das werde ich auch von jedem anderen Spieler wissen wollen."

"Brauchen Unterstützung der Fans"

Auch die Anhänger des Bundesliga-Dinos wurden von Reinhard ungewöhnlich offen kritisiert. "Es ist klar, dass es den Fans nicht gefällt, wenn wir verlieren, dafür habe ich Verständnis. Aber: Auch unsere Fans müssen sich entscheiden, welchen Weg sie mit uns gehen wollen. Wollen sie alles niederreißen? Oder wollen sie uns unterstützen und helfen? Diese Unterstützung brauchen wir gerade jetzt mehr denn je", sagte der 35-Jährige.

"Die Mannschaft hat sehr viele Probleme"

Von seiner Generalkritik nahm Reinhardt Trainer Armin Veh aus, den er nicht für die sportliche Talfahrt verantwortlich machen will. "Wir können jetzt auch wieder mal den Trainer austauschen, aber das ändert nichts an der Grundproblematik. Die Mannschaft hat sehr, sehr viele Probleme", betonte der Sportdirektor, der erst seit dem Sommer im Vorstand ist. Er strebt Kontinuität auf der Trainerbank an, denn der HSV hat in den letzten neun Jahren acht Trainer engagiert und wieder entlassen.

Reinhardt fordert Reaktion

Stattdessen nimmt Reinhardt das Team in die Pflicht. "Es ist an der Mannschaft, am Freitag in Mönchengladbach eine Reaktion zu zeigen", forderte der frühere Abwehrspieler. "Viele konnten bislang ihre Topleistungen nicht zeigen, weil sie mit Verletzungen zu tun hatten oder weil vielleicht bei dem einen oder anderen in Gedanken etwas anderes herumkreist." Klar ist: Wenn die Hanseaten beim Tabellenletzten nicht gewinnen, werden die Diskussionen weitergehen und den Spielern und Verantwortlichen des HSV drohen ungemütliche Weihnachten.

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