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Morddrohungen gegen HSV-Aufsichtsrat

Morddrohungen gegen HSV-Aufsichtsrat

09.03.2011, 08:51 Uhr | t-online.de, t-online.de

Morddrohungen gegen HSV-Aufsichtsrat . Marek Erhardt wurde im Januar in den Aufsichtsrat gewählt. (Foto: dpa)

Marek Erhardt wurde im Januar in den Aufsichtsrat gewählt. (Foto: dpa)

Die Situation beim Hamburger SV wird immer schlimmer: Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, hat Aufsichtsrat-Mitglied Marek Erhardt zwei telefonische Morddrohungen erhalten. "Die Anrufer sprachen mit verstellten Stimmen, richteten ihre Drohungen gegen meine Familie und mich", sagte Erhardt. Er habe sofort die Polizei alarmiert und Strafanzeige gegen unbekannt erstattet: "Mir wurde klargemacht, dass sie es ernst meinen." Der Enkel des Komikers Heinz Erhardt hatte bei der Abstimmung über die Vertragsverlängerung von Bernd Hoffmann gegen den Klubchef votiert. Insgesamt hatte es fünf Gegenstimmen gegeben - eine zu viel für Hoffmann, der daher zum Jahresende gehen muss. Erhardt wurde danach vorgeworfen, er habe sich an Hoffmann rächen wollen, weil dieser ihn als Stadionsprecher abgesetzt hatte.

Ob es nun Polizeischutz für Erhardt gibt, ist nicht bekannt. Mit Rücksicht auf die Wirksamkeit eventueller Maßnahmen werde dazu kein Kommentar abgegeben, heißt es von Polizeiseite. Seit der Abstimmung sollen Erhardt und seine Aufsichtsratskollegen schon mehrfach in E-Mails beschimpft und bepöbelt worden sein. Ex-HSV-Präsident Jürgen Hunke wurde angedroht, man werde ihm bald in einer dunklen Gasse auflauern.

Entsetzt äußerte sich Aufsichtsratschef Otto Rieckhoff: "Die Grenzen des Zumutbaren sind deutlich überschritten worden. Ich verurteile die öffentlichen Verleumdungen, Unterstellungen und Beleidigungen gegen einzelne Aufsichtsräte. Hier wird nicht nur versucht, mit Halb- und zum Teil mit Unwahrheiten die Integrität Einzelner zu beschädigen, sondern Einzelne auch noch durch persönliche Bedrohungen unter Druck zu setzen. Das ist nicht hinnehmbar. Das ist nicht Stil des HSV. Das hat in unserem Verein nichts zu suchen."

Petition für Hoffmann

Unterdessen macht die Pro-Hoffmann-Fraktion unter den Fans mobil. Im Internet gibt es eine Petition, mit der eine außerordentliche Mitgliederversammlung erreicht werden soll. Der amtierende Aufsichtsrat soll gestürzt werden. Rund 2000 Unterschriften von stimmberechtigten Vereinsmitgliedern gibt es bereits, rund 6000 sind nötig.

Zur derzeitigen Situation passt die Einschätzung von Noch-Trainer Armin Veh, der angesichts der chaotischen Zustände seinen Abschied angekündigt hat und ebenfalls mit dem Aufsichtsrat abrechnet: "So kann man einen Verein nicht regieren. Der HSV ist momentan im Prinzip führungslos."

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