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Legende Uwe Seeler erträgt seinen HSV nur noch im Suff

Bundesliga - Hamburger SV  

Uwe Seeler braucht dringend was zu trinken

20.08.2011, 19:48 Uhr | t-online.de, sid

Legende Uwe Seeler erträgt seinen HSV nur noch im Suff. Alarmiert wegen der erschreckenden Frühform seines HSV: Legende und Ex-Präsident Uwe Seeler. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Alarmiert wegen der erschreckenden Frühform seines HSV: Legende und Ex-Präsident Uwe Seeler. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Zigmal bereits hat der Hamburger SV seit 1963 den Kopf noch aus der Schlinge gezogen. Deshalb kann das letzte verbliebene Gründungsmitglied der Bundesliga mit Stolz auf seine 49. Bundesliga-Saison in Folge verweisen. Wie diese sich jedoch angelassen hat, lässt den Star der ersten Bundesliga-Stunde die Rettung im Suff suchen: "Ich muss dieses 0:5 runtertrinken", sagte Uwe Seeler nach der Demontage beim FC Bayern München. Wäre der mittlerweile 74-jährige Seeler noch Präsident seines Klubs, hieße der Trainer schon nicht mehr Michael Oenning: "Die Argumente für Oenning muss ich schnell hören."

Dafür ist Hamburgs neuer Sportdirektor Frank Arnesen zuständig. "Wir stützen den Trainer. Er kriegt die Zeit, die er braucht. Ich vertraue dem technischen Stab", sagte der Däne bei LIGA total!. Die Bayern seien "eine Weltklasse-Mannschaft, und das haben sie von Anfang an gezeigt. Wir sind noch nicht auf dem Niveau, auf dem wir sein wollen. Das braucht Zeit. Das 5:0 war okay."

Jansen: "Es wird jetzt überall knallen"

Dass das 0:5 okay war, hilft dem einst ruhmreichen HSV aber keinen Millimeter weiter. Spätestens, seitdem die Hanseaten sich zu Beginn der 80er Jahre mit dem FC Bayern nicht nur auf Augenhöhe befanden, sondern ihn zeitweise gar abhängten, herrscht an der Elbe eine jede Saison vorbelastende Erwartungshaltung vor. "Es wird jetzt knallen, überall", sagte der frühere Münchner Marcell Jansen unmittelbar nach dem Debakel. "Wir müssen uns mit Gegnern messen, die in der Tabellenregion bei uns sind. Bayern war einfach zu stark."

Schon wieder hagelt es für den HSV Gegentore

Auch diese bittere Erkenntnis ist nicht neu. Erst am 12. März 2011 hatte es für die Gäste aus dem hohen Norden an der Isar sogar einen Sechser-Pack zu verdauen gegeben - wie schon 1971, 1976 und 1987. "Ich wusste ja vor der Partie, dass unsere Mannschaft in München nicht hoch gewinnen würde", flüchtete sich der unvergleichliche Seeler in feine Ironie. "Aber dieser Auftritt geht nicht!" Dabei kann sich der HSV beim FC Bayern noch bedanken, dass der Gastgeber recht fahrlässig mit den Chancen umging. Trotzdem hat es in drei Begegnungen bereits zehn Mal im Kasten der Hamburger geklingelt. Keine Bundesliga-Abwehr steht schlechter. "Da muss sich schnell was ändern", forderte Seeler, der zu seiner aktiven Zeit mal bei einem 1:5 in München traf, aber nie dort gewann.

Ausgerechnet die 50. Bundesliga-Saison ohne das Dauer-Mitglied?

Oenning stehen schwere Tage ins Haus. "Wir haben die einfachsten Dinge nicht hinbekommen, das war erschreckend und darf nicht vorkommen", bilanzierte der Coach die gruselig-hilflose Vorstellung in der Allianz-Arena. Fest steht: Macht der HSV in diesem Stil weiter, ist es ausgerechnet vor dem 50-jährigen Jubiläum der Bundesliga vorbei mit dessen Unabsteigbarkeit. Was dagegen hilft, weiß Jansen. "Wir müssen Ruhe bewahren." Seeler wird sie nach ein paar Gläschen auch wiedergefunden haben.

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