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HSV: Oenning warnte vor Klose

Oenning sorgt für Klose-Versprecher

24.08.2011, 10:27 Uhr | t-online.de

HSV: Oenning warnte vor Klose. Michael Oenning muss auch gegen einen FC Bayern ohne Miroslav Klose leiden. (Foto: imago)

Michael Oenning muss auch gegen einen FC Bayern ohne Miroslav Klose leiden. (Foto: imago)

Der Hamburger SV stolpert aktuell von einer peinlichen Vorstellung zur nächsten. Trainer Michael Oenning und Sportdirektor Frank Arnesen kehren bereits nach drei Spieltagen die Scherben zusammen, das 0:5 beim FC Bayern steckt noch in den Knochen. Und zu allem Überfluss hat sich nun auch der Trainer bis auf selbige blamiert. Im Vorfeld des Spiels gegen den Rekordmeister warnte der Coach seine Spieler vor Miroslav Klose. "Eine freudsche Fehlleistung", wie Oenning hinterher eingestehen musste.

Denn schließlich wisse er, dass Klose längst den Verein gewechselt habe und nun im Dienste von Lazio Rom steht. Trotzdem war ihm das Missgeschick in einer Teambesprechung passiert: "Ich hatte gesagt, dass Bayern auch dann gefährlich sei, falls Gomez ausfallen sollte. Egal, ob da Olic spielt oder Klose oder wer auch immer", sagte Oenning der "Sport-Bild". "Plötzlich kicherten und lachten einige Spieler. Ich fragte, was los sei. Ein Spieler sagte, dass Klose doch gar nicht mehr bei Bayern sei. Dann haben wir darüber noch kurz geflachst, und das Thema war erledigt."

Oenning auf den Spuren von Marco Pezzaiuoli

Obwohl der Vorfall an sich in den meisten Kreisen mehr für Lacher als für ernsthafte Zweifel an Oennings Kompetenz gesorgt haben wird, wäre ein solcher Versprecher nicht zum ersten Mal der Beginn eines nicht mehr aufzuhaltenden Autoritätsverlustes. Bereits letzte Saison hatte ein anderer Trainer wegen eines Versprechers viel Kredit in seinem Verein verloren. Noch im Januar hatte der damalige Hoffenheim-Coach Marco Pezzaiuoli seinen bosnischen Schützling Sejad Salihovic mehrfach falsch ausgesprochen und ihm den Namen "Salihovicic" gegeben.

Schließt sich der Kreis für Oenning gegen Köln?

Doch auch die reinen sportlichen Fakten geben dem 45-jährigen Übungsleiter nur wenige Argumente. Zwölf Bundesliga-Spiele sowie ein DFB-Pokalspiel stand Oenning seit seiner Ernennung zum Chefcoach an der Seitenlinie. Abgesehen vom Sieg in der ersten Pokalrunde beim unterklassigen VfB Oldenburg konnte Oenning bislang nur einen einzigen Dreier mit seinem Team einfahren - und das in seinem ersten Spiel am 19.03.2011. Damaliger Gegner war ausgerechnet der 1. FC Köln, auf den der HSV am kommenden Spieltag wieder trifft. Oenning weiß: Der FC wird für ihn erneut ein Schicksalsspiel. Er benötigt unbedingt seinen zweiten Sieg, andernfalls könnte sich für ihn der Kreis seines Trainer-Daseins in Hamburg schließen.

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