Der Zweitligist FC Hansa Rostock gerĂ€t nach den Ausschreitungen rund um das Spiel gegen den FC St. Pauli (1:3) unter Druck. Trikotsponsor Veolia (Abfallwirtschaft) kĂŒndigte nach einem Bericht von "Bild online" seinen RĂŒckzug nach der laufenden Saison an, weil die regelmĂ€Ăigen Ausschreitungen auch die Reputation des Sponsors gefĂ€hrdeten. Der Sponsor hatte in der Vergangenheit bereits seine Sponsoring-Leistungen um die Höhe der durch den DFB verhĂ€ngten Sanktionen gekĂŒrzt.
Unternehmenssprecher Tobias Weitzel macht dem Verein Druck: "UnabhĂ€ngig davon erwarten wir aktuell sehr konsequente MaĂnahmen, um TĂ€ter zu ermitteln. Weitere Ausschreitungen können auch in der laufenden Saison dazu fĂŒhren, dass wir unser Sponsoring sofort beenden."
Kritik vom LandesfuĂballverband
Zugleich kritisierte Joachim Masuch, PrĂ€sident des LandesfuĂballverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Hansa ungewöhnlich offen. Der Verein mĂŒsse sich bewusst sein, dass er als Veranstalter die FĂŒrsorgepflicht fĂŒr die fĂŒr die Zuschauer habe: "Beim FC Hansa sehe ich nicht, dass man mit allen Möglichkeiten dafĂŒr eintritt", sagte Masuch bei NDR 1.
Hansa wartet auf DFB-Urteil
Hansa Rostock erwartet ein weiteres mal Strafen vom Deutschen FuĂball-Bund (DFB) und steht weitgehend hilflos vor dem Fan-Problem. In einer Stellungnahme gleich nach dem St. Pauli-Spiel bat der Klub darum, "uns Vereine mit diesem gesamtgesellschaftlichen Problem nicht allein zu lassen."

