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HSV: Ticket-Deal bringt Fans auf die Palme

HSV: Deal mit Ticket-Anbieter sorgt für Zündstoff

17.10.2012, 09:59 Uhr | t-online.de

HSV: Ticket-Deal bringt Fans auf die Palme. Ein Deal der Vereinsführung sorgt bei den HSV-Anhängern für Zündstoff. (Quelle: dapd)

Ein Deal der Vereinsführung sorgt bei den HSV-Anhängern für Zündstoff. (Quelle: dapd)

Kaum läuft es für den Hamburger SV sportlich rund, ecken die Hanseaten bei ihren Fans an. Der Grund: Die Zusammenarbeit der Vereinsführung mit dem Ticket-Anbieter "Viagogo" sorgt für Zoff unter den Anhängern. Die Online-Plattform arbeitet ab dieser Saison mit dem Bundesliga-Dino zusammen, darf pro Heimspiel 1500 Karten verkaufen. Dabei darf der Anbieter die Tickets mit einem Aufschlag von bis zu 100% zum Originalpreis verhökern. Zusätzlich fallen für den Kunden Bearbeitungs- und Versandkosten an.

Für Supporters-Chef Ralf Bednarek ein unhaltbarer Zustand. "Die Möglichkeit der Kündigung muss unbedingt genutzt werden. Viele Fans verstehen die Zusammenarbeit mit Viagogo als Kriegserklärung", sagte Bednarek gegenüber "Bild".

Karten-Deal bringt satte Einnahmen

Aus finanzieller Sicht lohnt sich der Karten-Deal für den HSV. Die Norddeutschen kassieren 800.000 Euro pro Saison, sind zusätzlich mit 85% am Verkauf der Tickets beteiligt. Der Kontrakt läuft über zwei Jahre, ist allerdings zum 31.7.2013 kündbar.

Bednarek würde vom Kündigungsrecht sofort Gebrauch machen. Der Supporters-Chef warnt davor, durch den Vertrag mit dem Online-Anbieter einen legalisierten Schwarzmarkt zu eröffnen. "Aus unserer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass der HSV einen Zweitmarkt schafft, der faktisch ein legalisierter Schwarzmarkt ist. Besonders ärgerlich ist, dass nun auch Dritte aus allen Bereichen des Stadions bei Viagogo privat gekaufte Karten zu überteuerten Preisen verkaufen können", so Bednarek.

Marketing-Vorstand um Annäherung bemüht

Die HSV-Vereinsführung kann die Aufregung um den Karten-Deal nicht nachvollziehen. "Wir stellen Viagogo nur ein kleines Karten-Kontingent zur Verfügung, 2% der Stadionkapazität, mit der wir eine signifikante Summe erwirtschaften", sagt Joachim Hilke. Dennoch ist der Marketing-Vorstand des HSV um eine Annäherung bemüht: "Wir sind im intensiven Austausch, um eine Lösung zu finden, die alle Beteiligten zufriedenstellt."

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