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Hamburger SV: Wird der Klub jetzt komplett umgekrempelt?


Nach verhindertem Bundesliga-Abstieg  

Trainer, Mannschaft, Vorstand: Wird der HSV jetzt komplett umgekrempelt?

19.05.2014, 13:44 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Hamburger SV: Wird der Klub jetzt komplett umgekrempelt?. Oliver Kreuzer (li.) und Mirko Slomka stehen mit dem HSV vor richtungsweisenden Wochen. (Quelle: imago images/Michael Schwarz)

Oliver Kreuzer (li.) und Mirko Slomka stehen mit dem HSV vor richtungsweisenden Wochen. (Quelle: Michael Schwarz/imago images)

Bierflaschen kreisten, "Niemals 2. Liga"-Gesänge ertönten - aber nach einer wilden Klassenverbleibs-Party war den Profis des Hamburger SV beim Heimflug nicht zumute. Zum einen fehlte den völlig erschöpften Spielern die Kraft für ein ausgelassenes Gelage, zum anderen war das Überleben in der Eliteklasse überaus glücklich. Scham über das eigene Unvermögen im gesamten Saisonverlauf zügelte die Feierstimmung bei den HSV-Profis. "Am Ende müssen wir einfach nur dankbar sein, dass wir mit zwei blauen Augen aus der Saison gekommen sind", gestand Marcell Jansen.

Jetzt soll der Verein umgekrempelt werden. "Da gibt es ganz, ganz, ganz viel zu tun. Aber richtig viel", bekannte Jansen und appellierte damit an die Führung des Vereins, endlich auszukehren, die Strukturen zu ändern und neues Personal zu installieren. "Noch so eine Saison ertrage ich nicht, sonst bin ich selbstmordgefährdet", sagte der entkräftete Abwehrspieler Heiko Westermann und gab Aufschluss über den gewaltigen Druck, der auf den Profis in den jüngsten Wochen lastete.

Slomka konnte nicht glänzen

Auch die Mannschaft benötigt ein neues Gesicht. Das Team, so wurde im Saisonverlauf deutlich, ist falsch zusammengestellt. "Wir hatten ein paar Spieler auf dem Platz, die in den letzten 20 Minuten nichts mehr im Tank hatten", räumte Trainer Mirko Slomka nach dem 1:1 in Fürth ein. Für die konditionellen Grundlagen waren seine Vorgänger Thorsten Fink und Bert van Marwijk verantwortlich. Aber auch Slomka konnte nicht glänzen: In 15 Saisonspielen gelangen ihm ganze drei Siege. Damit ihm Ähnliches nicht erneut widerfährt, forderte er: "Wir müssen in vielen Bereichen etwas verändern. Wir brauchen neue Gesichter für unseren Klub."

Ein Gesicht, das wohl bleiben wird ist Mittelfeldtalent Hakan Calhanoglu: "Hakan bleibt definitiv", sagte Sportchef Oliver Kreuzer. Auch ein Verkauf von Torwart René Adler, wie von einigen Medien berichtet, sei nicht geplant. "Das ist kompletter Blödsinn. Adler ist unser Torhüter", betonte Kreuzer. Die Hamburger wollen auch den von Hertha BSC ausgeliehenen Torjäger Pierre-Michel Lasogga halten. "Wir versuchen es. Wir haben gute Möglichkeiten", sagte der Sportvorstand.

Lasogga selbst deutete hingegen seinen Abschied in Richtung England an: "Ich sage schon seitdem ich Fußball spielen kann, dass ich den Traum habe, irgendwann einmal in die Premier League zu gehen." Der Montag sei erst einmal sein "letzter Tag" beim HSV gewesen: "Alles andere wird sich in den nächsten Wochen entscheiden." Der wuchtige Angreifer soll unter anderem bei Newcastle United im Gespräch sein.

Gehaltskosten werden gesenkt

Unabhängig der Personalplanung stehen bei den Hanseaten radikale Änderungen stehen auch auf einer anderen Ebene an: Auf der Mitgliederversammlung am kommenden Sonntag wird über die Umbildung der Profi-Abteilung in eine Aktiengesellschaft abgestimmt. Rund 100 Millionen Euro Verbindlichkeiten drücken den HSV, seit drei Jahren schreibt der Verein Defizite. Gehaltsstruktur und Leistung der Profis driften immer weiter auseinander.

Wie Kreuzer mitteilte, sollen daher die Gehaltskosten beim HSV von 43 auf 38 Millionen Euro gesenkt werden. "Wir wollen die Mannschaft leicht verändern und müssen schauen, wie wir diesen Spagat hinbekommen", sagte der Sportchef. Mit einer neuer Struktur könnten so auch Investoren ins Boot geholt werden.

Uneinigkeit bei den Ausgliederungsplänen

Ob nach der Mitgliederversammlung dann Sportchef Kreuzer und Vorstandsboss Carl Jarchow noch im Amt sind, ist jedoch fraglich. Es herrscht Uneinigkeit bei den Ausgliederungsplänen. So hat sich Ex-Präsident Jürgen Hunke gegen einen Verkauf von Anteilen ausgesprochen. Zoff kündigt sich an - das Markenzeichen des HSV in den vergangenen Jahren. Bleibt also am Ende doch alles wie immer?

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