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1. FC Nürnberg: Nach Krisensitzung dürfen Bader und Ismael bleiben

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Nach FCN-Krisensitzung  

Vorstand Bader und Trainer Ismael dürfen bleiben

25.09.2014, 21:16 Uhr | sid, dpa

1. FC Nürnberg: Nach Krisensitzung dürfen Bader und Ismael bleiben. Martin Bader und Valerien Ismael (re.) bleiben beim 1. FC Nürnberg im Amt. (Quelle: imago/Zink)

Martin Bader und Valerien Ismael (re.) bleiben beim 1. FC Nürnberg im Amt. (Quelle: Zink/imago)

Trotz des sportlichen Absturzes auf Platz 16 hält Zweitligist 1. FC Nürnberg an seinem glücklosen Trainer Valerien Ismael fest. "Es gibt keinen Anlass, um über den Trainer zu diskutieren", sagte Aufsichtsratschef Klaus Schramm nach einem mehrstündigen Gespräch mit Sportvorstand Martin Bader. Auch der zuletzt immer stärker in die Kritik geratene Bader darf seinen Job behalten.

"Es ist doch klar, dass man sich unterhält", sagte Schramm am Tag nach dem 0:3 (0:2) beim 1. FC Heidenheim und wollte Glauben machen, dass es "keinen besonderen Anlass" für das Gespräch der drei Verantwortlichen gegeben habe.

Bizarre Szenen auf dem Vereinsgelände

Bader äußerte aber im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung von sich aus mögliche Rücktrittsabsichten. "Ja, ich mache mir auch über einen möglichen Rücktritt Gedanken. Wenn ich den Eindruck habe, dass damit dem Verein geholfen ist und ich Ballast von ihm nehme, werde ich diesen Schritt auch gehen", sagte Bader. Allerdings wolle er "noch eine Nacht darüber schlafen und weitere Gespräche führen", erklärte der 46-Jährige: "Die Entscheidung über mein Schicksal treffe ich ganz allein und niemand anderes."

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Nach Beginn der Sitzung am Vormittag war es am Vereinsgelände am Valznerweiher auch zu bizarren Szenen gekommen. Während mutmaßlich über seine Zukunft gesprochen wurde, leitete Trainer Ismael wie geplant das Training, danach stellte er sich kurz der Presse. "Momentan bin ich der Trainer", alles weitere könne er nicht beeinflussen, sagte der Franzose mit ernster Miene. Er betonte, dass die Mannschaft gegen Aufsteiger Heidenheim doch verbessert aufgetreten sei.

Günther Koch steht vor verschlossener Tür

Einen sehr skurrilen Auftritt hatte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Günther Koch. Der ehemalige Reporter des Bayerischen Rundfunks hatte wohl angenommen, er dürfe an der Sitzung mit Schramm, Bader und Wolf teilnehmen, fand sich aber vor verschlossenen Türen wieder und sprach kurzerhand zur Presse. Ismael sei nicht der allein Schuldige, sagte Koch. Bader solle "einsehen, dass es so nicht weitergehen kann" und "eine Lösung anbieten, die uns alle zufriedenstellt". Eine unverhohlene Aufforderung zum Rücktritt.

Schramm sah sich dazu veranlasst, sich für den Auftritt von Koch "auch im Namen des Aufsichtsrats zu entschuldigen". Das sei "kein guter Stil", kritisierte er, tatsächlich bezeichnete er das Verhalten seines Stellvertreters als "vereinsschädigend" und bezeichnete eine weitere Zusammenarbeit mit Koch als "nur noch schwer möglich". Die Konfrontation ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Aufsichtsrat zerstritten ist.

Völlig misslungener Saisonstart

Schon nach dem Abstieg im Sommer stand Bader vor dem Aus, durfte aber auch wegen mangelnder Alternativen dann doch den sportlichen Neuanfang planen. Doch anstatt wie gewünscht ganz vorne mitzuspielen, blamieren sich die Nürnberger momentan mit peinlichen Zweitliga-Vorstellungen.

Mitgliederversammlung bringt zusätzliche Brisanz

In der Tabelle steht der Club nach drei Niederlagen nacheinander und fünf in den vergangenen sechs Punktspielen derzeit auf dem Relegationsplatz. Die Situation ist zusätzlich angespannt, weil am kommenden Montag die Mitgliederversammlung ansteht. Dort müssen turnusmäßig und aufgrund von Rücktritten fünf von neun Aufsichtsratsmitgliedern neu gewählt werden. Eventuelle Entscheidungen über Trainer und Vorstand hatte der derzeit amtierende Aufsichtsrat deshalb auf die Tage nach der Mitgliederversammlung verschieben wollen.

Ein Trainerwechsel wäre bereits der fünfte innerhalb nicht einmal eines Jahres. Im vergangenen Oktober war Michael Wiesinger zunächst durch U23-Trainer Roger Prinzen ersetzt worden, ehe der Niederländer Gertjan Verbeek verpflichtet wurde. Dieser wiederum war drei Spieltage vor dem Ende der abgelaufenen Bundesliga-Saison wiederum von Prinzen abgelöst worden. Nach langer Suche war schließlich Ismael vom VfL Wolfsburg II verpflichtet worden.

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