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Hamburger SV: Darum muss HSV-Sportdirektor Peter Knäbel gehen

Trainer-Intermezzo und Rucksack-Affäre  

Darum muss HSV-Sportdirektor Knäbel gehen

10.05.2016, 13:50 Uhr | dpa, sid

Hamburger SV: Darum muss HSV-Sportdirektor Peter Knäbel gehen. Sportdirektor Peter Knäbel und der Hamburger SV gehen getrennte Wege. (Quelle: imago)

Sportdirektor Peter Knäbel und der Hamburger SV gehen getrennte Wege. (Quelle: imago)

Die sehr durchwachsen verlaufene Ära von HSV-Sportdirektor Peter Knäbel endet nach nur 19 Monaten. Hamburgs Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer macht den Job in Zukunft mit. Gründe für die Vertragsauflösung, auf die sich der 49-Jährige und der Verein gemeinsam verständigt haben, gibt es einige.

Zunächst das Problem mit der Kaderentwicklung: "Da sind wir mit einem anderen Anspruch angetreten", sagte Aufsichtsratschef Karl Gernandt.

In den eineinhalb Jahren unter Sportchef Knäbel hat sich der HSV zwar sportlich stabilisiert, aber die Fortschritte sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Den teuersten Kader der Klubgeschichte hatte Knäbel zusammengestellt und trotzdem wäre der HSV beinahe abgestiegen. In diesem Jahr reichte es gerade mal zur Rettung am vorletzten Spieltag.

Dass im Sommer erneut ein Umbruch ansteht, lastet man Knäbel an, auch wenn der in alle Personalien eingebundene Beiersdorfer dies mit zu verantworten hat.

Unglückliches Trainer-Intermezzo

Unglücklich verlief zudem Knäbels Intermezzo als Trainer der Profitruppe: Als der HSV sich in der vergangenen Saison von Trainer Josef Zinnbauer trennte, machte der Sportdirektor seinen ersten großen Fehler. Er übernahm den Posten mit und setzte sich auf die Bank. Heraus kamen eine 0:4-Pleite bei Bayer Leverkusen und eine 0:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg.

Anschließend zog der HSV die Notbremse und holte den späteren Retter Bruno Labbadia für die letzten Spiele. Knäbel büßte durch sein misslungenes Interim-Coaching intern jede Menge an Kredit ein.

Der gestohlene Rucksack

Bereits im Herbst hatte Knäbel seinen Job zudem wegen der Rucksack-Affäre fast schon verloren. Bis heute konnte nicht genau geklärt werden, wie brisante Vertragsdetails der Hamburger Spieler, die Knäbel in seinem Rucksack mitgeführt hatte, an die Öffentlichkeit gelangen konnten.

Knäbel gab seinerzeit an, man habe ihm den Rucksack entwendet. Die in die Affäre eingeschaltete Polizei hat die Ermittlungen mittlerweile eingestellt, der oder die Täter(in), konnte nicht ausfindig gemacht werden. Der HSV stellte sich damals hinter Knäbel, der durch die Affäre aber erneut viel Renommee einbüßte. Dass der Vorfall etwas mit der Trennung zu tun habe, wies Vorstandsboss Beiersdorfer zurück.

Viel Arbeit für Beiersdorfer

Auf Beiersdorfer wartet nun an der Seite von Bernhard Peters, Direktor Sport beim HSV, ein arbeitsreicher Sommer - nicht mehr in einem Dreigestirn, sondern in einem Duo. Die Vorarbeit sei aber bereits geleistet, betonte der HSV-Boss und dankte Knäbel ausdrücklich.

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