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2. Bundesliga: Diese vier Teams haben die besten Aufstiegschancen


Aufstiegs-Check 2. Bundesliga  

Warum diese vier Teams die besten Karten haben

Von David Ruch

15.03.2019, 18:04 Uhr
2. Bundesliga: Diese vier Teams haben die besten Aufstiegschancen. Vierkampf in der 2. Bundesliga: Wer macht am Ende der Saison das Rennen? (Quelle: t-online.de)

Vierkampf in der 2. Bundesliga: Wer macht am Ende der Saison das Rennen? (Quelle: t-online.de)

In der zweiten Bundesliga beginnt der Saisonendspurt. Vier Teams dürften den Aufstieg ins deutsche Oberhaus unter sich ausmachen. Wer hat die besten Chancen? Die Konkurrenten im Check.

Im Aufstiegsrennen der zweiten Liga haben sich am letzten Spieltag die Reihen gelichtet. Nach den Niederlagen von Holstein Kiel, 1. FC Heidenheim und SC Paderborn dürfte klar sein, wer den Aufstieg in die erste Bundesliga in dieser Saison unter sich ausmacht.

Übrig geblieben sind vier Mannschaften, von denen drei schon vor der Saison als heiße Kandidaten galten: Der aktuelle Spitzenreiter 1. FC Köln, der Hamburger SV und der 1. FC Union Berlin. Etwas überraschend mischt auch der FC St. Pauli mit, der vergangene Saison noch knapp am Abstieg vorbeischrammte.

Und wieder zugeschlagen: Stürmer Simon Terrode traf in dieser Saison bereits 26 Mal für den Effzeh. (Quelle: imago images/Jan Hübner)Und wieder zugeschlagen: Stürmer Simon Terrode traf in dieser Saison bereits 26 Mal für den Effzeh. (Quelle: Jan Hübner/imago images)

Bei noch neun auststehenden Spielen lohnt ein Ausblick, wer von den Vieren die besten Chancen im Rennen um die Aufstiegsplätze hat – und wo die Teams Stärken und Schwächen haben.

Die Ausgangslage

Der 1. FC Köln führt mit 51 Punkten die Tabelle an. Dicht dahinter folgt mit 50 Punkten der Hamburger SV. Beide Teams sind in der Vorsaison aus der ersten Bundesliga abgestiegen und haben den direkten Wiederaufstieg als klares Saisonziel ausgegeben.

In der laufenden Spielzeit profitieren Hamburg wie Köln davon, dass die DFL den Absteigern seit Kurzem einen finanziellen Puffer bei der Vergabe der TV-Gelder spendiert. So konnte der HSV etwa den japanischen Nationalspieler Gotoku Sakai oder gestandene Bundesliga-Profis wie Lewis Holtby und Aaron Hunt halten. Dem 1. FC Köln blieben neben Nationalspieler Jonas Hector etwa Marcel Risse, Jhon Cordoba oder Marco Höger treu.

Derzeit Dritter ist der 1. FC Union Berlin mit 47 Punkten. Vor Saisonbeginn hatte der Klub aus dem Berliner Stadtteil Köpenick noch alle Aufstiegsambitionen abgetan. "Wir wollen uns verbessern", gab Klubchef Dirk Zingler das vorsichtige Ziel für die Spielzeit aus – wohlweislich, dass sein Team in den vergangenen Jahren schon häufiger hoch gehandelt wurde, am Ende die oberen drei Plätze aber immer wieder verpasste. Das Wort Aufstieg will auch jetzt noch niemand offiziell in Mund nehmen – so gut wie diesmal standen die Chancen der "Eisernen" aber wohl noch nie.

Sieg mit Symbolkraft: Linksverteidiger Douglas Santos jubelt mit seinen Teamkollegen über das 4:0 beim Derby gegen St. Pauli. (Quelle: imago images/Focus Images)Sieg mit Symbolkraft: Linksverteidiger Douglas Santos jubelt mit seinen Teamkollegen über das 4:0 beim Derby gegen St. Pauli. (Quelle: Focus Images/imago images)

Auf Platz vier mit 43 Punkten und schon etwas Luft zum Spitzenduo folgt der FC St. Pauli. Vor der Saison war das Ziel, die unbefriedigende letzte Spielzeit, die mit Platz zwölf endete, vergessen zu machen. Diesmal sollte es das obere Tabellendrittel werden, obwohl man die Saison praktisch mit dem gleichen Kader wie im Vorjahr aufnahm. Umso bemerkenswerter ist die bisherige Bilanz.

Die Teams: Stärken und Schwächen

In puncto Offensive läuft der Effzeh der Konkurrenz in der Liga klar den Rang ab. 64 Tore in 25 Spielen bedeuten einen Schnitt von mehr als 2,5 Toren pro Partie. Allein Stürmer Simon Terrode hat in der laufenden Spielzeit 26 Mal ins Eckige getroffen. Jhon Cordoba steuerte weitere zwölf Tore hinzu. Und im Winter rückte auch noch Topstürmer Anthony Modeste nach seinem verkorksten China-Intermezzo in den Kader.

Doch so stark die Geißböcke am Angriff sind, so anfällig bleiben sie manchmal in der Abwehr. Trainer Markus Anfang feilt noch an der Balance zwischen Angriffsfußball und defensiver Absicherung. Auch klingelte es häufig nach ruhenden Bällen. Torhüter Timo Horn strahlte zudem nicht immer seine Erstligaerfahrung aus.

Sicherer Rückhalt für die Eisernen: Torwart Rafal Gikiewicz. (Quelle: imago images/Matthias Koch)Sicherer Rückhalt für die Eisernen: Torwart Rafal Gikiewicz. (Quelle: Matthias Koch/imago images)

Was in Köln glänzend klappt – das mit dem Toreschießen – will dem Hamburger SV nicht annähernd so gut gelingen. 36 Buden für den HSV sind nur Ligamittelmaß. Die Mannschaft leistet sich insgesamt zu viele Fehler im Offensivspiel. Folglich erarbeitet sie sich nur wenige Chancen aus dem Spiel heraus. Die meisten Siege fielen nur knapp mit einem Tor Unterschied aus.

Möglich aber, dass der Sieg im Hamburger Derby am letzten Sonntag der entscheidende Brustlöser war. Ausgerechnet gegen den Stadtrivalen fuhr der HSV mit 4:0 den bislang höchsten Saisonsieg ein und zeigt dabei seine vielleicht stärkste Leistung.

In Berlin hat der neuen Trainer Urs Fischer getreu dem Motto "Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften" ein Abwehrbollwerk errichtet, das in der Liga seines Gleichen sucht: Nur 21 Gegentore sind klarer Spitzenwert im Unterhaus. In der Innenverteidigung sind Marvin Friedrich und Florian Hübner gesetzt, ebenso wie Außenverteidiger Christopher Trimmel. Hinzu kommen die starken Sechser Grischa Prömel und Manuel Schmiedebach. Und geht doch einmal etwas schief, sichert der Königstransfer der Saison bei den Eisernen ganz hinten ab: Torwart Rafal Gikiewicz. In Zahlen heißt das: 25 Partien, elf Mal zu null gespielt.

Eine Rückkehr, die Hoffnungen weckte: Alex Meier stürmt seit dem Winter wieder für den FC St. Pauli. (Quelle: imago images/Jan Hübner)Eine Rückkehr, die Hoffnungen weckte: Alex Meier stürmt seit dem Winter wieder für den FC St. Pauli. (Quelle: Jan Hübner/imago images)

Im offensiven Mittelfeld kann Fischer auf eine bestens besetzte Bank zurückgreifen. Einer der wenige Schwachpunkte ist die fehlende Sturmalternative zu Sebastian Andersson. Denn Goalgetter Sebastian Polter ist noch immer verletzt. Auch wollte es für die Berliner lange Zeit auswärts nicht so gut laufen wie daheim. Das aber scheint überwunden, seit die Unioner die letzten beiden Spiele in der Fremde für sich entschieden.

Dass sich der FC St. Pauli neun Spieltage vor Schluss in Reichweite der Aufstiegsränge befindet, hätten vor der Saison wohl nur die wenigsten erwartet. Schließlich ging der Klub mit fast unverändertem Kader in diese Spielzeit.

Trainer Markus Kauczinski aber nutzte die Zeit, um seine Spieler zu einer Einheit zu formen. Vor allem die robuste Defensive wusste immer wieder zu überzeugen. Im Winter gelang dem Kiezklub zudem mit der Verpflichtung von Alex Meier ein echter Coup.

Ausgerechnet gegen die direkten Kontrahenten um den Aufstieg setzte es zuletzt aber empfindliche Niederlagen: Gegen Köln (1:4) und – ungleich schmerzhafter – gegen den HSV (0:4) fing man sich zusammen acht Buden.
 

 
Fazit

Die beiden Bundesliga-Absteiger gehen als Favoriten in das letzte Saison-Viertel. Der 1. FC Köln dürfte dabei die besten Karten haben: Trotz leichter Schwächen im Defensivverhalten war auf seine Angriffsreihe bislang immer Verlass. Beim Hamburger SV könnte der Knoten nach dem Derbysieg gegen St. Pauli rechtzeitig geplatzt sein, um mit vollem Schwung die kommenden Wochen anzugehen. Der 1. FC Union Berlin steht absolut verdient auf Platz drei, ließ bisher keine Schwächen erkennen. Allerdings gingen dem Klub in den Endspurts der vergangenen Jahre oft die Nerven durch. Am schwersten ist die Aufgabe für den FC St. Pauli. Nicht nur müssen die Kiezkicker einen Rückstand auf die Konkurrenz wettmachen. Die Niederlagen gegen Köln und den HSV zeigten dem Team auch deutlich die Grenzen auf.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen

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