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HSV: Verein soll schon 2016 die Identität von Jatta geprüft haben

Unstimmigkeiten bei Passangaben  

"Spiegel": HSV prüfte schon 2016 Identität von Jatta

09.08.2019, 14:11 Uhr | ska, t-online.de

 (Quelle: Baering/imago images)

Bakery Jatta: Hat der HSV-Star einen falschen Namen und ein falsches Alter angegeben, als er 2015 als Flüchtling nach Deutschland kam? (Quelle: Sport1)

Bakery Jatta: Wirbel um Identität von HSV-Star

Bakery Jatta erhielt 2016 als Flüchtling und ohne je in einem Verein gespielt zu haben einen Profi-Vertrag beim Hamburger SV. Nun wird seine Geschichte angezweifelt. (Quelle: Sport1)

Bakery Jatta: Hat der HSV-Star einen falschen Namen und ein falsches Alter angegeben, als er 2015 als Flüchtling nach Deutschland kam? (Quelle: Sport1)


Hatte der Hamburger SV schon länger Zweifel an der Geschichte von Bakery Jatta? Laut eines "Spiegel"-Berichts soll der Verein schon 2016 Hinweisen auf eine falsche Alters- und Namensangabe nachgegangen sein.

Der Hamburger SV hat sich offenbar schon 2016 mit der Identität von Bakery Jatta beschäftigt, wie der "Spiegel" berichtet. Das Magazin beruft sich dabei auf Dokumente der Plattform Football Leaks.

Schon im Januar 2016 soll ein Spielerberater einen HSV-Mitarbeiter kontaktiert und mit Hinweisen versorgt haben, dass Bakery Jatta in Wirklichkeit Bakery Daffeh heiße. Dietmar Beiersdorfer und Peter Knäbel, damals Vorstandschef und Sportdirektor des HSV, sollen darüber informiert worden sein. Ein HSV-Mitarbeiter sei den Hinweisen nachgegangen und zu dem "Hauptverdacht" gekommen, "dass es sich bei dem Spieler tatsächlich um Bakary Daffeh handeln könnte". Beweise fand er keine.

Auch dem HSV drohen Konsequenzen

Am Mittwoch hatte die "Sport Bild" die Angaben zweier Trainer aus Gambia veröffentlicht, nach denen der Fußballer zwei Jahre älter sei als bisher angenommen. Bei seiner Einreise in Bremen 2015 wäre er damit schon volljährig gewesen, was auch Folgen für seinen Status in Deutschland haben könnte. Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Hamburg Mitte, sagte dem NDR: "Die Gründe für die damalige Duldung sind dann ja weggefallen, und dann wird auch der Aufenthalt rückwirkend verwirkt."

Der "Spiegel" zitiert weiter aus einer internen Mail eines HSV-Mitarbeiters: "Bislang wird ja kommuniziert (auch vonseiten des Spielers), dass es keinen ehemaligen Verein gab. Uns liegen aber entsprechende Hinweise vor. Will/soll man das kommunizieren? Zerstört natürlich ein wenig die Story des Wunder-Flüchtlings." Sollte sich herausstellen, dass der Verein aktiv an einer Täuschung beteiligt war, könnten auch auf ihn Konsequenzen vonseiten der Behörden zukommen.
 


HSV-Sportdirektor Jonas Boldt hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Jatta dem Klub "die Korrektheit seiner Passangaben noch einmal bestätigt" habe. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie das Bezirksamt Hamburg-Mitte haben Ermittlungen aufgenommen, der 1. FC Nürnberg legte Einspruch gegen die Wertung des Punktspiels vom Montag (0:4) ein.

Verwendete Quellen:
  • Spiegel: Der HSV und die Story vom "Wunder-Flüchtling"

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