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Hannover 96: Kind ist sauer auf seine Söldnertruppe

Kind ist sauer auf seine Söldnertruppe

18.08.2010, 16:05 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

Hannover 96: Kind ist sauer auf seine Söldnertruppe. Hannovers Präsident Martin Kind ist sauer auf seine Pokal-Versager. (Foto: imago)

Hannovers Präsident Martin Kind ist sauer auf seine Pokal-Versager. (Foto: imago)

Frust statt Vorfreude: Bei Hannover 96 brennt schon vor dem Bundesliga-Start gegen Eintracht Frankfurt am Samstag der Baum. Die blamable Pleite in Elversberg - das zweite Pokal-Aus gegen einen Viertligisten nacheinander - sorgt für viel Unruhe. Die Fans sind wütend, und Klubchef Martin Kind ist erbost über den Imageverlust und fordert vollen Einsatz der Spieler. "Die sollen arbeiten, bis sie kotzen! Bis ihnen die Lunge aus dem Leib hängt. Die Spieler verdienen so viel Geld, das muss man endlich mal auf dem Platz sehen," sagte Kind zu "Bild".

Kinds bevorzugte Maßnahme, um den Pokalversagern den Ernst der Lage klar zu machen, wäre eine Gehaltskürzung. Doch leider erlaube es das deutsche Arbeitsrecht nicht, bei Minderleistung weniger zu zahlen. "Am einfachsten wäre jetzt ein Sieg über Frankfurt. Ich weiß zwar nicht wie, aber ein Sieg würde viel Brisanz herausnehmen", kommentierte Kind die Situation beim selbst ernannten Abstiegskandidaten.

Sogar im Fan-Forum des Vereins werden die Profis ("Söldnertruppe") und die Verantwortlichen mit Häme, Spott, Schimpf und Schande bedacht. Es gibt aber auch fundierte Kritik an Slomka, Schmadtke und Kind. Der Vorstandsvorsitzende hält zwar seit 14 Jahren den Laden bei den Niedersachsen zusammen - und hat dabei jede Menge Geld verpulvert. Es ist ihm aber nicht gelungen, einen Trainer und einen Manager zu finden, die über längere Zeit kontinuierlich und erfolgreich zusammenarbeiten.

Slomka hat 96 vor dem Abstieg bewahrt

Das 96-Umfeld ist gespalten. Viele halten Slomka für einen guten Trainer, weil er die Mannschaft vorige Saison vor dem Abstieg gerettet hat. Andere werfen dem Coach vor, keine spielerische Linie ins Team bringen zu können. Der knorrige Schmadtke kommt mit seiner Art bei vielen Fans und Sponsoren nicht gut an. Befürworter loben dagegen seine Fußball-Sachkenntnisse und seine Transferpolitik trotz klammer Kasse.

Bringt Abdellaoue Schwung in Hannovers Sturm?

Immerhin hat 96 gerade Oslos Stürmer Mohammed Abdellaoue verpflichtet - für 1,2 Millionen Euro Ablöse. Zuvor hatte Hannover sieben neue Spieler ablösefrei geholt. Den Verlust von Leistungsträgern wie Hanno Balitsch oder Arnold Bruggink konnten sie aber nicht ausgleichen. Auch bei diesem Thema übte sich Kind in Galgenhumor. "Ich könnte Klaus Allofs fragen, ob er zu uns kommt. Aber das macht er nicht, er ist ja vernünftig", sagte der Klubchef über den 53 Jahre alten ehemaligen Weltklassestürmer und Geschäftsführer vom Konkurrenten Werder Bremen.

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