Sie sind hier: Home > Sport > Bundesliga >

FC Schalke 04: Handelaar verärgert den VfL Wolfsburg

Bundesliga - FC Schalke 04  

Huntelaar polarisiert: Cleverness oder Betrug?

13.11.2010, 18:31 Uhr | t-online.de, t-online.de

FC Schalke 04: Handelaar verärgert den VfL Wolfsburg. Betrügt unübersehbar vor dem Ausgleich zum 2:2 in Wolfsburg: Schalkes Torjäger Klaas Jan Huntelaar (Nummer 25). (Foto: imago)

Betrügt unübersehbar vor dem Ausgleich zum 2:2 in Wolfsburg: Schalkes Torjäger Klaas Jan Huntelaar (Nummer 25). (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Schalkes Torjäger Klaas Jan Huntelaar hat in der 76. Minute der Partie in Wolfsburg nicht nur seinen Farben einen wichtigen Punkt gerettet. Der Niederländer hat durch die Art und Weise, wie er sich sein 2:2 selbst vorbereitete, auch eine ewig junge Diskussion bedient: Heiligt der Zweck - gerade in Schalkes prekärer Tabellensituation - auch betrügerische Mittel? Nicht für jene, die den Schaden haben. "Ein klares Handspiel. Wir spielen Fußball, nicht Handball", echauffierte sich Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß bei LIGA total! Hoeneß' Schalker Kollege Felix Magath bestritt das Handspiel gar nicht, sah aber keine Absicht: "Insofern war das ein korrektes Tor."

Korrekt war das Tor alleine deshalb, weil es Schiedsrichter Wolfgang Stark nicht annullierte. Und deshalb, weil auch keiner seiner beiden Assistenten - Jan-Hendrik Salver und Mike Pickel - Anstalten dazu unternahm. Hoeneß versuchte erst gar nicht, Stark, der immerhin auf FIFA-Ebene pfeift und eine WM hinter sich hat, zu der ziemlich eindeutigen Szene zu vernehmen: "Mit Herrn Stark kann man nicht reden, er ist ziemlich selbstherrlich, das zeichnet ihn aus - also das war das, was ihn heute ausgezeichnet hat."

Strunz: "Das war Absicht!"

"Täter" Huntelaar zeichnen Tore aus, Tore am Fließband. Seitdem der niederländische Mittelstürmer am 8. September 2010 ein Schalker wurde, hat er für Königsblau in 14 Pflichtspielen achtmal getroffen. Viele bewundernswerte Tore waren bislang darunter, aber noch keines, über das so viel geredet worden ist. "Man kann nicht ernsthaft sagen, dass das keine Absicht war", sagte LIGA total! Experte Thomas Strunz. "Es ist völlig klar, dass es ein Handspiel war, und man hat auch gesehen, dass der Schiedsrichter eine gute Perspektive hatte und freie Sicht. Und so was muss man als Schiedsrichter sehen, wenn es so eine deutliche Armbewegung gibt - er hat es nicht gesehen."

Warum befragt Stark nicht Huntelaar?

Das genau aber ist die Frage: Hat ein derartiger Klasse-Schiedsrichter wie Stark dieses Handspiel wirklich nicht gesehen? Trotz guter Perspektive und freier Sicht? Oder hat er die Szene, die Wolfsburgs Gemüter erhitzte und Torwart Diego Benaglio wegen Meckerns eine Gelbe Karte eintrug, einfach so gesehen wie Magath? Hand ja, Absicht nein? Dies würde auch erklären, weshalb sich Stark nicht die Mühe machte, Huntelaar zu konsultieren, ihm die Gewissensfrage zu stellen. Er wäre nicht der erste Referee gewesen, der eine solche Szene im direkten Dialog versucht hätte, aufzulösen.

Alles eine Frage der Perspektive

Huntelaar hätte ihm geantwortet, was er auch LIGA total! sagte: "Es war keine Absicht." Stark hätte es glauben müssen. Ein Handspiel bleibt es. Und ein unlauterer Vorteil. So jedenfalls hätte es auch Felix Magath gesehen, wäre er noch Wolfsburgs Trainer. So aber wird er, der sich über die Unfähigkeit der Schiedsrichter schon so oft in seiner langen Karriere hat aufregen müssen, sich auf die ausgleichende Gerechtigkeit während einer Saison zurückziehen - und sich auf die Schulter klopfen, ein "Schlitzohr" wie Huntelaar verpflichtet zu haben.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal