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Werder vor Rückrundenstart weiter in der Krise

Die Sorgenfalten bei Werder Bremen werden tiefer

26.06.2014, 15:55 Uhr | sid, dpa, t-online.de, t-online.de, dpa, sid

Werder vor Rückrundenstart weiter in der Krise. Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs sieht schweren Zeiten entgegen. (Foto: imago)

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs sieht schweren Zeiten entgegen. (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Neues Jahr, alte Probleme - eine Woche vor dem Rückrundenstart ist Werder Bremen von einer Krisenbewältigung weiter entfernt denn je. Die 1:4-Pleite bei einem Testspiel im türkischen Belek gegen den Zweitligisten MSV Duisburg brachte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs mächtig in Rage: "Was die Mannschaft gezeigt hat, war zu wenig, damit kann man nicht zufrieden sein. Es ist das Mindeste, sich zu wehren."

Dass gegen die Westdeutschen vor 200 Zuschauern im IC Santai-Sportpark mit Kapitän Torsten Frings sowie den Nationalspielern Per Mertesacker, Marko Marin, Claudio Pizarro und Marko Arnautovic gleich fünf Stammkräfte geschont wurden, ließ Allofs dabei als Entschuldigung nicht gelten. "Auch die Akteure, die auf dem Platz standen, sind Spieler, die Ansprüche stellen", verdeutlichte der Bremer Sportdirektor.

Neuzugang Avdic bleibt blass

Niemand aus dem grün-weißen B-Team konnte sich für die Stammformation empfehlen. Es war bezeichnend, dass ausgerechnet dem nahezu ausgemusterten Ergänzungsspieler Said Husejinovic in der 60. Minute der einzige Treffer für den Bundesliga-14. gelang. Ohne jede Durchschlagskraft agierte auch der für den zu Besiktas Istanbul transferierten Hugo Almeida verpflichtete Denni Avdic. Der Schwede hatte gegen den Zweitliga-Fünften in der ersten Halbzeit keine nennenswerte Aktion und blieb nach dem Seitenwechsel in der Kabine. Über den 22-Jährigen mochte Allofs aber nicht den Stab brechen: "Wir haben ihn ja nicht als Heilsbringer verpflichtet. Er hatte es schwer, in dieser Mannschaft gut zur Geltung zu kommen."

Frings findet deutliche Worte

Auch Kapitän Torsten Frings warnte: "Wir sind in einer Situation, die man nicht zu locker nehmen darf. Wir sind da unten drin, weil wir unser Potenzial nicht abgerufen haben. Wer das jetzt nicht verstanden hat, den wollen wir hier nicht mehr haben." Ob er seinen Vertrag mit Werder am Saisonende noch einmal verlängert oder seine Karriere womöglich beendet, hat der ehemalige Nationalspieler noch nicht entschieden. "Wir haben noch nicht darüber gesprochen, weil ich erst mit meiner Mannschaft da unten wegkommen möchte", erklärte er. "Ich habe keinen Druck, der Verein hat keinen Druck, wichtiger ist erstmal, dass Bremen wieder Erfolg hat."

Letzter Test gegen Eskisehirspor

Zumindest erste Spielpraxis sammelte im Mittelfeld der lange verletzte Ex-Nationalspieler Tim Borowski. Andere bewährte Profis werden Trainer Thomas Schaaf auch beim Auftaktspiel der Rückserie am Samstag (ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen 1899 Hoffenheim noch fehlen. Innenverteidiger Naldo (Knieprobleme) droht ein Ausfall bis zum Saisonende, sein brasilianischer Landsmann Wesley steht verletzungsbedingt ebenfalls noch nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für Außenverteidiger Sebastian Boenisch (Knie-OP). Eine Chance haben die Norddeutschen noch, ihr Trainingslager mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Am Montag steht eine letzte Vorbereitungspartie gegen Eskisehirspor auf dem Programm, dafür will Trainer Thomas Schaaf seine bestmögliche Formation aufbieten. In der vergangenen Woche hatte man sich an gleicher Stelle von Trabzonspor 1:1 getrennt.

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