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LIGA total! bestätigt Interview-Boykott des 1. FC Köln

Bundesliga - 1. FC Köln  

Interview-Boykott beim 1. FC Köln

24.06.2014, 10:43 Uhr | t-online.de, t-online.de

LIGA total! bestätigt Interview-Boykott des 1. FC Köln. Kölns Präsident Wolfgang Overath sieht stürmischen Zeiten entgegen. (Foto: imago)

Kölns Präsident Wolfgang Overath sieht stürmischen Zeiten entgegen. (Foto: imago)

Unglaublich, aber wahr: Der 1. FC Köln hat die Journalisten des Fernsehsenders LIGA total! am vergangenen Wochenende boykottiert, weil dieser einen vereinskritischen Anwalt zum Interview geladen hatte. Das bestätigte LIGA total! auf Anfrage von t-online.de. Demnach habe der Verein dem Fernsehsender nach dem Spiel gegen Werder Bremen mitgeteilt, dass die Mannschaft beschlossen habe, für Interviews nicht zur Verfügung zu stehen. Der Vorwurf: LIGA total! habe dem Vorstandskritiker Stefan Müller-Römer durch das Interview eine unnötige Plattform geliefert. Werden die Kritiker den FC-Bossen etwa zu gefährlich?

Kölns Präsident Wolfgang Overath fürchtet, dass "der gesamte Klub" Schaden nehmen könnte und der sportliche Aufwärtstrend torpediert wird. "Im schlimmsten Fall wird sich die Unruhe auch auf die Mannschaft auswirken", sagte er. Dass die mediale Blockadehaltung des FC selbst Auslöser für Unruhe sein könnte, scheint ihm dabei nicht in den Sinn gekommen zu sein.

Kölner Politik gegen die Kritiker

Der Auslöser des Konflikts, der Anwalt Müller-Römer, ist Sprecher der Gruppierung "FC-Reloaded", einer Initiative, die neben der vom Verwaltungsrat ohnehin angestrebten Strukturreform eine Abwahl von Präsident Wolfgang Overath anstrebt. "FC Reloaded" will dafür eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Hierzu braucht sie die Unterschriften von knapp 7500 Mitgliedern und verlangt deshalb die Herausgabe der Mitgliederdaten vom Verein, wozu der FC verpflichtet ist. Doch der Klub verweigert sich, schickte stattdessen allen 52.000 Mitgliedern einen Brief. Die Antwortkarten bieten einzig eine Ankreuz-Möglichkeit: die Datenweitergabe abzulehnen.

Diffamierung der Kritiker

Noch dazu betreiben die Kölner Offiziellen in dem Schreiben Stimmungsmache. Entgegen der Pflicht, neutral zu informieren, werden in dem vom Vorstand unterzeichneten Brief der Initiative persönliche Motive unterstellt. Bei "FC Reloaded" handele es sich um "Personen, denen es nicht um den Erfolg des Vereins, sondern vielmehr um Macht und unnötige Personaldiskussion geht.“ "Dieser Brief ist schlicht rechtswidrig“, klagte Müller-Römer gegenüber LIGA total!. "Offensichtlich hat der Vorstand panische Angst vor der freien Meinung seiner Mitglieder."

Nicht die einzige Propaganda, die Overath rund um das Bremen-Spiel veranlasst hat. So wetterte Nationalspieler Lukas Podolski nach Abpfiff gegen Müller-Römer: "Das war ein Sieg gegen den Anwalt." Eine Aussage, die Müller-Römer für "ein bisschen gesteuert" hält. Die Freude über den klaren Sieg gegen Werder wurde auf jeden Fall von dem Chaos abseits des Platzes überlagert.

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