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Bundesliga-Rechte: Der "Sportschau" droht das Aus

Bundesliga erst ab viertel vor Zehn?

01.03.2011, 11:26 Uhr | t-online.de, sid, dpa, dpa, sid, t-online.de

Bundesliga-Rechte: Der "Sportschau" droht das Aus. Die ARD-"Sportschau" könnte es bald nicht mehr geben. (Foto: imago)

Die ARD-"Sportschau" könnte es bald nicht mehr geben. (Foto: imago)

Der ARD-"Sportschau" droht das Aus. Wenn zur Saison 2013/14 die Bundesliga-Rechte neu ausgeschrieben werden, könnten fußballinteressierte Fernsehzuschauer zur gewohnten Sendezeit um 18.30 Uhr in die Röhre schauen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, plant die Deutsche Fußball Liga (DFL) zwei Ausschreibungsvarianten. Eine davon würde die Ausstrahlung von Bundesliga-Bildern im frei empfangbaren Fernsehen erst ab 21.45 Uhr erlauben.

Damit würde dem Bezahlfernsehen mehr Exklusivität eingeräumt, was der Liga wohl deutlich mehr Geld bringen würde.

Web-Sportschau geplant

Bei diesem Modell soll ab der Saison 2013/2014 eine Art Web-Sportschau samstags um 19.00 Uhr den frei empfangbaren Markt bedienen. Profitieren würde das ZDF-"Sportstudio", das immer erst nach 21.45 Uhr auf Sendung geht.

Die ARD will ihr liebstes Kind jedoch nicht kampflos aufgeben. "Wir haben eine klare Position und wollen die Sportschau erhalten", sagte ein Sprecher des Senders. Die Sportschau hatte 2003 ein Comeback nach mehr als zehnjähriger Unterbrechung gefeiert, in der RTL und Sat.1 die Bundesliga-Zusammenfassung gezeigt hatten.

Konkurrenz treibt den Preis in die Höhe

Eine Ausschreibung mit dem Modell einer Internet-Sportschau brächte den Bundesligavereinen einen doppelten Vorteil. Zum einen würde es bei den Rechten für frei empfangbare Bilder wieder Konkurrenz für die ARD geben. Das Erste war bei der Rechtevergabe 2008 quasi konkurrenzlos, weil den privaten Sendern wie RTL und Sat.1 der Preis zu hoch war.

Zum anderen würde das Aus der ARD-"Sportschau" den Wert der Pay-TV-Rechte steigern. Sie würde die Exklusivität erhöhen. Noch immer ist der Bezahlsender Sky der mit Abstand wichtigste Geldgeber der Bundesliga und zahlt etwa die Hälfte der rund 412 Millionen Euro pro Jahr, die durchschnittlich bis 2013 eingenommen werden.

Bundeskartellamt prüft die DFL-Pakete

Die DFL wollte inhaltlich zu dem Bericht keine Stellung nehmen. Derzeit befindet sich die Liga in Gesprächen mit dem Bundeskartellamt. Dessen Präsident Andreas Mundt bestätigt den Kontakt: "Die Gespräche wurden von beiden Seiten diesmal bewusst frühzeitig begonnen, um Unklarheiten rechtzeitig beseitigen zu können. Wir müssen nun zunächst den Markt ermitteln, um festzustellen, welche Wirkungen die Zentralvermarktung hat und ob es konkrete wettbewerbliche Probleme mit den von der DFL geschnürten Paketen geben könnte."

Parallel plant die DFL aber auch mit dem bisherigen Modell, das aktuell der "Sportschau" die Berichterstattung am Samstag ab 18.30 Uhr erlaubt.

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