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Rangnick kommt, Magaths Co-Trainer gehen

Rangnick kommt, Magaths Co-Trainer gehen

18.03.2011, 10:44 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Rangnick kommt, Magaths Co-Trainer gehen. Ralf Rangnick kehrt zurück zu Schalke 04. (Foto: imago)

Ralf Rangnick kehrt zurück zu Schalke 04. (Foto: imago)

Ralf Rangnick soll den FC Schalke 04 zurück in ruhigere Fahrwasser führen. Nach der Trennung von Felix Magath bestätigte Sportdirektor Horst Heldt, dass Schalke mit Rangnick den Verein neu ausrichten wolle. Als ersten Schritt in diese Richtung haben sich die Königsblauen daher auch direkt von Magaths Co-Trainern getrennt.

Während Bernd Hollerbach und Konditionstrainer Werner Leuthard die Papiere bekamen und nun wohl ihrem direkten Vorgesetzten nach Wolfsburg folgen werden, beginnt für den 52-jährigen Rangnick seine zweite Amszeit auf Schalke. Sein Vertrag läuft bis 2014, sein Comeback auf der Schalke-Bank wird er nach der Länderspielpause am 1. April beim FC St. Pauli geben. Am Sonntag im Bundesliga-Spiel beim Tabellenzweiten Bayer Leverkusen wird Magaths langjähriger Assistent Seppo Eichkorn die Schalker betreuen.

Heldt, der nach Magaths Aus dessen Manager-Aufgaben übernommen hat, ist von seiner Trainerwahl überzeugt. "Mein Ziel war es, zeitnah einen Cheftrainer zu finden, der über die Saison hinaus für Schalke arbeitet", sagte der ehemalige Stuttgarter. "Das hat den Vorteil, dass er in die Kaderplanung für die nächste Spielzeit eingebunden ist. Und er kann persönlich die aktuellen Spieler beurteilen. Eigentlich kann er nur gewinnen."

Rangnick als Top-Trainer ein Sonderling

In der Bundesliga trainierte Ralf Rangnick zuletzt 1899 Hoffenheim, wo er Anfang Januar wegen schwerer Differenzen mit Klub-Mäzen Dietmar Hopp sein Amt niedergelegt hatte. Der Verein hatte hinter Rangnicks Rücken den Spieler Luiz Gustavo an Bayern München verkauft.

Rangnick gehört zu den wenigen Top-Trainern, die ohne nennenswerte Profikarriere den Sprung auf die Trainerstühle der Bundesliga geschafft haben. Er verließ den SSV Ulm in der Aufstiegssaison 1998/1999 und wechselte zum VfB Stuttgart, wo er Anfang 2001 in Abstiegsgefahr entlassen wurde. 2002 führte er Hannover 96 zurück in die Bundesliga und unterschrieb 2004 bei Schalke 04 als Nachfolger von Jupp Heynckes.

"Um die ein oder andere Person" reduzieren

Auf Schalke soll er nun einen anderen Weg einschlagen als sein Vorgänger Magath, der das Ziel ausgerufen hatte, in den nächsten zwei Jahren Meister zu werden. Davon will Sportdirektor Heldt nichts mehr wissen: "Wir müssen uns davon verabschieden, permanent in irgendwelchen Zeitplänen zu denken mit dem Ziel, deutscher Meister zu werden", sagte der 41-Jährige. "Für den Verein gibt es auch wichtige andere Ziele, zum Beispiel, dass wir uns weiter wirtschaftlich konsolidieren." Natürlich müsse der "zweitgrößte Verein in Deutschland" den Anspruch haben, "immer ein Wörtchen um die internationalen Plätze mitzureden" oder "auch mal einen Titel zu gewinnen, aber mit der nötigen Balance."

Zusammen mit Rangnick will Heldt für diese sorgen. Es gilt als sicher, dass der derzeitige Kader um Superstar Raul für die nächste Saison reduziert wird, um die hohen Personalkosten ohne erneute Champions-League-Teilnahme zu drücken. Wahrscheinlich müsse man die Mannschaft "um die eine oder andere Person" reduzieren, bestätigte der ehemalige Bundesliga-Profi. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hatte bei der Trennung von Magath angedeutet, dass die Kosten für die Profis nicht wie von Magath kommuniziert gesenkt worden seien.

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