Erst wurde der gute Ruf ruiniert, jetzt bangt Eintracht Frankfurt auch noch um den eigenen Namen. Müssen die Hessen bald als Kickers Frankfurt oder Sportfreunde Frankfurt in der 2. Bundesliga gegen den Ball treten? Nach dem Abstieg kommt es für den ehemaligen Fußball-Bundesligisten knüppeldick. Der Klub hat es verpasst, den Namen markenrechtlich schützen zu lassen. Jetzt heißt ein Ringer-Verein so - und der hat alle gesetzlichen Auflagen erfüllt.
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Christoph Daum verlässt Eintracht Frankfurt
Nach dem Abstieg in die Zweite Liga geht der Trainer. zum Video
Dieser Klub aus der Bankenmetropole hat sich den Namen "AC Eintracht Frankfurt a.M." beim Europäischen Markenamt eintragen lassen und unter dieser Bezeichnung auch eine Lizenz für die Ringer-Bundesliga beantragt. Der Verein Eintracht Frankfurt und die Fußball-AG hatten es zuvor offenbar versäumt, den Klubnamen beim Markenamt zu reservieren.
Es geht um 250.000 Euro
Am 13. Juli wird das Landgericht Frankfurt am Main über den Rechtsstreit entscheiden. Der Streitwert beläuft sich auf 250.000 Euro. Der künftige Zweitligist ist sich sicher, dass der Ringer-Klub nicht unter dem neuen Namen an den Start gehen darf und hat daraufhin Klage eingereicht.
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Dagegen wehrt sich der AC Eintracht Frankfurt a.M., der aus dem AC Viktoria Eckenheim hervorging, aber vehement. "Warum müssen wir vor Gericht, obwohl es sich ausschließlich um ein soziales Projekt handelt? Eintracht Frankfurt e.V. und Eintracht Frankfurt Fußball AG fordern mit einem Streitwert von 250.000 Euro von einem sozial geführten Jugendverein die Löschung", hieß es auf der vereinseigenen Homepage.
Appell des Ringer-Klubs
Dort fragt man sich, ob das Vorgehen des Fußball-Klubs wirklich sein muss. "Ist es denn wirklich möglich, dass nur noch finanzielle Werte im Sport zählen? Oder sind wir kein Sozial-und Rechtsstaat? Wir berufen uns auf Recht und Gesetz im Namen unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter und unserer Schüler."

