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Fußball: Transferstopp bei Werder Bremen

Transferstopp bei Werder

26.06.2014, 11:03 Uhr | sid

Fußball: Transferstopp bei Werder Bremen. Missmutig: Klaus Allofs darf derzeit kein Geld ausgeben. (Foto: imago)

Missmutig: Klaus Allofs darf derzeit kein Geld ausgeben. (Foto: imago)

Die Kasse ist erst einmal geschlossen: Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs darf vorerst keine neuen Spieler verpflichten. Der Aufsichtsrat des Bundesligisten habe allen Transferbemühungen einen Riegel vorgeschoben, berichtet die "Kreiszeitung Syke". "Ich bräuchte grünes Licht, das kriege ich im Moment nicht", sagte Allofs. Selbst ein Ausleihgeschäft mit dem griechischen Innenverteidiger Sokratis Papastathopoulos (FC Genua) sei momentan nicht möglich, obwohl dieser angeblich für gut 800.000 Euro zu haben wäre - eine im Profifußball eher geringe Summe.

Aber das Budget soll nach den Verpflichtungen von Mehmet Ekici (1. FC Nürnberg/fünf Millionen Euro), Lukas Schmitz (Schalke 04/eine Million) und Andreas Wolf (Nürnberg/ablösefrei) ausgeschöpft sein. Allofs muss erst Spieler verkaufen, um neue verpflichten zu können. Das Problem: "Wir haben für keinen Spieler ein Angebot vorliegen." Zuletzt wurde Torwart Tim Wiese mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht, Per Mertesacker liebäugelte in einem Interview mit einem Wechsel in die englische Premier League.

"Wir sollten die Abwehr verstärken"

"Rein aus sportlicher Sicht sollten wir unbedingt die Abwehr verstärken", sagte Allofs, "der Aufsichtsrat weiß das." Die personellen Probleme in der Abwehr hatten sich zuletzt durch die langwierige Knie-Verletzung von Mikael Silvestre verschärft. Der französische Verteidiger fällt mehrere Monate aus. Silvestre ist bereits der fünfte fehlende Abwehrspieler der Bremer. Mehrere Wochen nicht einsetzbar sind derzeit Mertesacker, Naldo, Sebastian Prödl und Sebastian Boenisch.

Positionen scheinen festgefahren

Allofs hofft noch auf ein Einlenken des Aufsichtsrates: "Es ist doch keine außergewöhnliche Geschichte, wenn man sich mal außerhalb des Budgets bewegt", sagte er. "Es ist die Aufgabe des Aufsichtsrates, solche Entscheidungen zu treffen. Aber man kann beim wirtschaftlichen und sportlichen Erfolg nicht immer auf der absolut sicheren Seite sein." Trotz der prekären Situation sagte Willi Lemke, der Vorsitzende des Aufsichtsrates: "Unser Ziel muss bleiben, an den internationalen Rängen dranzubleiben." Die Positionen scheinen festgefahren, Allofs und Lemke waren sich bei finanziellen Fragen noch nie sonderlich grün.

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