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FC Augsburg: Thurk zieht nicht vor das Arbeitsgericht

Bundesliga - FC Augsburg  

Thurk zieht nicht vor das Arbeitsgericht

03.08.2011, 16:03 Uhr | t-online.de, dapd

FC Augsburg: Thurk zieht nicht vor das Arbeitsgericht. Michael Thurk hat kein Verständnis für seine Ausbootung beim FC Augsburg. (Foto: imago)

Michael Thurk hat kein Verständnis für seine Ausbootung beim FC Augsburg. (Foto: imago)

Michael Thurk wird trotz seiner Suspendierung beim FC Augsburg nicht vor das Arbeitsgericht ziehen. "Ich bin von dem Gedanken abgewichen und habe gesagt, ich werde den Verein nicht verklagen, weil es nur dem Verein schadet", sagte der Angreifer gegenüber "Radio Fantasy". Tags zuvor hatte er in einem Gespräch mit demselben Sender noch betont, ihm sei bei der Abholung seiner Freistellungspapiere mitgeteilt worden, "dass ich kein Mannschaftstraining mehr bekomme. Wenn ich das haben möchte, muss ich das über das Arbeitsgericht einklagen. Das muss ich jetzt tun, man lässt mir keine andere Wahl. " Von dieser Aussage distanzierte sich der 35-Jährige nun. Eine Fangruppe kündigte unterdessen eine Pro-Thurk-Demonstration vor der Geschäftsstelle an.

Der FCA verweigert Thurk neben der Teilnahme am Spielbetrieb auch die Teilnahme am Mannschaftstraining. Der Stürmer steht seit 2007 in Augsburg unter Vertrag, in dieser Zeit erzielte er in 98 Spielen 50 Tore für den FCA. Sein Kontrakt läuft noch bis 2012, im Falle des Klassenerhalts verlängert er sich um ein weiteres Jahr. Obwohl Thurk außen vor ist, hat er nicht vor, den Aufsteiger zu verlassen. Der Verein müsse akzeptieren, dass er seinen Vertrag in Augsburg erfüllen werde, sagte Thurk. "Unsere Entscheidung steht", ließ hingegen Vereinssprecher Dominik Schmitz verlauten.

Fans planen Pro-Thurk-Aktion am ersten Spieltag

Die Augsburger Fans stehen hinter dem Ex-Torjäger. Bereits bei den ersten Trainingseinheiten ohne den Publikumsliebling gab es Proteste, die nun ausgeweitet werden sollen. Die Facebook-Gruppe "Thurk zurück zum FCA" zählt mittlerweile rund 3000 Mitglieder und hat für Freitag zu einer Demonstration vor der Geschäftsstelle aufgerufen. Auch für die Bundesliga-Premiere des FCA am Wochenende gegen den SC Freiburg ist eine Aktion geplant.

Die Verantwortlichen des FCA hatten sich ob der ersten Proteste bereits genötigt gesehen, eine E-Mail an die Fanklubs zu richten. Laut der "Bild"-Zeitung hieß es darin unter anderem: "Bereits in der Vergangenheit gab es zum Teil gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen den jeweiligen Trainern und dem Spieler Thurk. Da nun, nicht zuletzt auch aufgrund der gemachten Erfahrungen, bei Nichtberücksichtigung von Michael Thurk wichtige Voraussetzungen für den Klassenerhalt wie Teamgeist und Zusammenhalt gefährdet sind, war dieser Schritt unausweichlich."

Thurk: "Die können es alle nicht fassen"

Harte Vorwürfe, die der 35-Jährige nicht nachvollziehen kann: "Ich habe mir absolut nichts zuschulden kommen lassen." Der Stürmer räumte auch mit den Gerüchten über durchzechte Pokernächte auf. "Das sind alles Sachen, bei denen ich nicht weiß, wo sie herkommen. Ich bin kein Zocker", sagte er. Es bliebe ihm trotzdem nichts anderes übrig, als die Entscheidung der Augsburger Führungsetage zu akzeptieren. "Was soll ich machen? Sicher tut es weh, aber ich muss es ja hinnehmen." Auch innerhalb der Mannschaft sei mit Unverständnis auf den Beschluss reagiert worden: "Die können es alle nicht fassen."

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