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FC Bayern München: Pep Guardiola wird erst im Sommer vorgestellt

Rummenigge: "Jetzt erst recht" bis zum Sommer

17.01.2013, 13:38 Uhr | dpa, t-online.de

FC Bayern München: Pep Guardiola wird erst im Sommer vorgestellt. Karl-Heinz Rummenigge (Quelle: imago images/Lackovic)

Karl-Heinz Rummenigge freut sich auf Pep Guardiola und nimmt die Mannschaft in die Pflicht. (Quelle: Lackovic/imago images)

Pep Guardiola lässt auf sich warten: Obwohl das Geheimnis um den künftigen Coach schon vor Beginn der Rückrunde in der Bundesliga gelüftet wurde, müssen sich der FC Bayern München bis zum ersten Besuch des Weltklassetrainers gedulden. Wie Karl-Heinz Rummenigge verkündete, werde der Spanier wohl erst im Sommer offiziell an der Säbener Straße vorgestellt. Guardiola hat beim deutschen Rekordmeister einen Vertrag über drei Jahre bis 2016 unterschrieben. Er werde aber vorerst in New York bleiben, auch um die Arbeit von Jupp Heynckes nicht zu stören, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Routinier Heynckes, der nach dieser Saison in Rente gehen will, sollen die Bayern nach Wunsch Rummenigges einen "verdienten Abgang" bescheren, also mindestens Deutscher Meister werden. Der Bayern-Boss hatte mit den Spielern gesprochen, von denen er "jetzt erst recht" die Meisterschaft forderte. Es wäre der erste Titel für den scheidenden Trainer nach zwei Jahren in München ohne Trophäe.

Bleibt Heynckes den Bayern erhalten?

In einem rund zweistündigen Gespräch habe er Heynckes angeboten, ihn nach dem Ende seiner Trainertätigkeit weiter in den Verein einzubeziehen, berichtete Rummenigge. Die Entscheidung wurde vertagt, Heynckes wollte "ein paar Nächte darüber schlafen".

Dass der 67-Jährige von Juli an nicht mehr auf der Trainerbank der Bayern sitzen werde, habe sich schon im alten Jahr abgezeichnet. Heynckes hatte damals der Klubführung "tendenziell zu verstehen gegeben", aufhören zu wollen. Von da sei man in Verhandlungen mit dem Management Guardiolas getreten, nach Weihnachten wurde eine Einigung erzielt.

Gesamtkonzept statt Geld entscheidet

Dass sich der heftig umworbene Ex-Coach des FC Barcelona, der bei den Katalanen um den viermaligen Weltfußballer Lionel Messi 14 Titel in vier Jahren gewonnen hatte, für München entschied, habe am "Gesamtkonzept" gelegen, sagte Rummenigge. "Wir haben ein gutes Image", betonte er und ergänzte bezugnehmend auf andere europäische Vereine wie Manchester City oder den FC Chelsea, die ebenfalls um Guardiola buhlten: "Wenn es exklusiv ums Geld gegangen wäre, hätten wir überhaupt keine Chance gehabt."

Guardiola werde "wahrscheinlich" zwei Assistenten mit nach München bringen, vermutete Rummenigge. Namen nannte er nicht. Details zum Trainerteam und zu Spielertransfers würden erst in den nächsten Wochen diskutiert.

Lahm: "Das ist eine Königslösung"

Neben Rummenigge zeigten sich auch Philipp Lahm und Manuel Neuer begeistert vom Transfer. "Das ist eine Königslösung. Hut ab, was unsere Chefs geleistet haben", sagte Kapitän Lahm zur Regelung der Nachfolge von Heynckes. Die "Vorfreude» auf den Ex-Trainer des FC Barcelona sei "sehr groß", sagte Lahm. "Pep Guardiola ist der Trainer in den letzten vier, fünf Jahren gewesen."

Auch Nationaltorhüter Manuel Neuer ist davon überzeugt, dass "so ein Trainer uns weiterhelfen wird". Zugleich betonten die beiden Wortführer der Mannschaft aber auch, dass es in den kommenden Monaten zunächst das erklärte Ziel der Spieler sei, dem 67 Jahre alten Heynckes einen großen, erfolgreichen Abschied zu bescheren. "Wir haben noch eine große Mission vor der Brust", sagte Neuer. Lahm sprach von "mindestens einem Titel", den man Heynckes zum Abschied schenken wolle. "Wir stehen als Mannschaft in der Verantwortung", sagte Neuer zwei Tage vor dem Bundesliga-Rückrundenstart des Spitzenreiters gegen den Tabellenletzten Greuther Fürth.

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