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FC Bayern München nach Supercup-Pleite: "Sind noch nicht perfekt"

"Wir sind noch nicht perfekt"

29.07.2013, 11:15 Uhr | t-online.de

FC Bayern München nach Supercup-Pleite: "Sind noch nicht perfekt". Mario Mandzukic fühlt sich nicht wohl im neuen System von Pep Guardiola. (Quelle: dpa)

Mario Mandzukic fühlt sich nicht wohl im neuen System von Pep Guardiola. (Quelle: dpa)

Die Bundesliga kann durchatmen: Der scheinbar übermächtige FC Bayern ist schlagbar! Das hat Borussia Dortmund durch den furiosen 4:2 (1:0)-Erfolg im Supercup-Finale eindrucksvoll bewiesen. Die Liga muss sich also doch nicht vor Langeweile und einem Alleingang der Triple-Bayern fürchten. Das zumindest glaubt Hans-Joachim Watzke: "Es war wichtig, dass wir heute einigen Teams Mut gemacht haben", sagte er am Sky-Mikrofon.

Marco Reus pflichtete seinem Chef bei: "Man hat gesehen, dass jede Mannschaft schlagbar ist." Nach dem dominanten Auftritt des Rekordmeisters beim Telekom Cup mit zwei hohen Siegen gegen den HSV (4:0) und Borussia Mönchengladbach (5:1) hatten viele den FC Bayern schon als unbesiegbar eingestuft. "Die hatten bis jetzt einfach noch keinen richtigen Gegner", sagte Reus.

FC Bayern macht es dem BVB leicht

Der BVB demonstrierte im Endspiel um den Supercup, wie man gegen den FC Bayern gewinnt. Die Spieler von Jürgen Klopp zwangen die Bayern-Defensive durch extremes Pressing immer wieder zu Fehlern – und diese folgten prompt.

Vor dem 1:0 fing der überragende Ilkay Gündogan einen missratenen Befreiungsschlag von Bayern-Keeper Tom Starke ab, Daniel van Buyten rückte nicht rechtzeitig raus und ermöglichte Robert Lewandowski so eine völlig unbedrängte Flanke. Diese konnte Sven Bender – ebenfalls komplett freistehend – aufs Tor köpfen. Starke ließ den Ball nur abprallen, Reus staubte ab - so leicht kann es gehen.

"Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht"

Auch in der Folge zeigten sich die Bayern ungewohnt anfällig. Das 2:1 für den BVB wuchtete der indisponierte van Buyten gleich selbst ins eigene Netz, vorher hatte Thiago den Ball im Mittelfeld an den aggressiven Nuri Sahin verloren. Der Spanier machte auch vor dem 2:4 keine gute Figur, als er den Ball erneut verstolperte und somit den Konter des BVB, den Reus zum Endstand abschloss, direkt einleitete. "Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht, damit kann man nicht zufrieden sein. Wir haben zu viele Chancen zugelassen – wir brauchen noch Zeit", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm nach Schlusspfiff.

"Wir sind noch nicht perfekt"

Das "System Pep" funktioniert noch nicht einwandfrei. Der Star-Trainer rotiert immer wieder und sorgt somit für jede Menge Verwirrung beim Gegner - aber auch bei den eigenen Spielern. In Hälfte eins musste Mittelstürmer Mario Mandzukic auf der Ribéry-Position im linken offensiven Mittelfeld ran, der kleine Xherdan Shaqiri agierte als einzige Sturmspitze. Diese Variante funktionierte gar nicht.

Der Schweizer ließ sich immer wieder fallen und fehlte dann als Anspielstation im Strafraum, Mandzukic konnte sich in Eins-gegen-eins-Duellen nur sehr selten durchsetzen. Der Angreifer fühlte sich sichtlich unwohl auf dem Flügel. Diese Unsicherheit in der Offensive strahlte auf den Rest des Teams ab. "Wir haben im Zentrum jetzt einen Mann mehr, aber dann trotzdem zu viele Tore kassiert. Wir sind noch nicht perfekt", sagte Shaqiri. Arjen Robben pflichtete ihm bei: "Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen", sagte der Doppeltorschütze.

Lahm tritt auf die Euphorie-Bremse

Die Spieler und ihr neuer Trainer müssen sich noch aneinander gewöhnen. Trotz der teilweise berauschenden Vorstellungen in den bisherigen Vorbereitungsspielen sind die Bayern noch nicht in der Gala-Form der vergangenen Saison. "Die Mannschaft ist noch nicht wieder so weit", sagte auch Triple-Trainer Jupp Heynckes im ZDF-Sportstudio. Sein ehemaliger Kapitän Lahm sieht das ähnlich: "In der Öffentlichkeit wird es so dargestellt, als seien wir komplett fertig und unschlagbar. Aber so ist es nicht, das wissen wir."

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