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TV-Streit um BVB-Fans: WDR-Chef Tom Buhrow spricht Machtwort

TV-Streit um BVB-Fans  

Machtwort von WDR-Chef Buhrow: Anhänger wieder im Vorspann

01.11.2013, 11:21 Uhr | dpa

TV-Streit um BVB-Fans: WDR-Chef Tom Buhrow spricht Machtwort. Grund zur Freude: die BVB-Fans kommen wieder in den WDR-Vorspann. (Quelle: dpa)

Grund zur Freude: die BVB-Fans kommen wieder in den WDR-Vorspann. (Quelle: dpa)

WDR-Intendant Tom Buhrow hat den Fußballfans von Borussia Dortmund mit einem Machtwort weitere TV-Präsenz gesichert. Er korrigierte die Entscheidung des örtlichen WDR-Studios, die BVB-Fans nicht mehr im Vorspann der Sendung "Lokalzeit aus Dortmund" zu zeigen. Damit sollte nach dem Willen des Studios ein Zeichen gegen Hooligans gesetzt werden, doch es gab heftigen Protest.

"Es war ganz klar nicht unsere Absicht, die Gefühle der Dortmunder in irgendeiner Weise zu verletzen. Wir wissen, dass die allermeisten Fans friedlich feiern und sich von der Gewalt distanzieren", betonte Buhrow und versprach, dass die Fan-Kurve im Borussen-Stadion wieder im Vorspann der "Lokalzeit" zu sehen ist.

Die Macher der Sendung hatten am Dienstag eine etwa zweisekündige Einstellung der Südtribüne des BVB-Stadions mit ihren 25.000 Stehplätzen aus dem Vorspann herausgeschnitten. Ziel war es, nach Ausschreitungen am vergangenen Wochenende eine Diskussion über Fangewalt anzustoßen. Die friedlichen Fans sollten sich von den Gewalttätern distanzieren: "Keine BVB-Wand mehr im Vorspann, bis sich die großen Fan-Gruppen deutlich von diesen Krawallmachern distanzieren", betonte Studioleiter Gerald Baars.

Klopp: "Populismus"

Viele Zuschauer, deren Meinung der WDR ebenfalls dokumentierte, äußerten sich ablehnend und empört. "Als Gebührenzahler finde ich es traurig (...), dass hier vorschnell 25.000 Menschen in die Sippenhaft genommen werden und pauschal 'diskriminiert' und implizit in die Nähe von Gewalttätern gerückt werden", heißt es in einem Kommentar. Zuvor hatte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp bereits von "Populismus" gesprochen.

"Über all das habe ich heute auch mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gesprochen", teilte Intendant Buhrow schließlich mit. "Ihm liegt es ebenso wie uns am Herzen, dass der Fußball und mit ihm alle friedlichen Fans nicht durch einzelne gewaltbereite Gruppen beschädigt werden." Buhrow versicherte: "Der WDR wird die Fans von Borussia Dortmund kurzfristig wieder im Vorspann der Lokalzeit Dortmund zeigen."


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