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Nerlinger fühlt sich vom FC Bayern fallen gelassen

Entlassung als Sportdirektor  

Nerlinger fühlt sich vom FC Bayern fallen gelassen

02.04.2014, 15:24 Uhr | sid

Nerlinger fühlt sich vom FC Bayern fallen gelassen. Christian Nerlinger (li.) galt als Ziehsohn von Uli Hoeneß. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Christian Nerlinger (li.) galt als Ziehsohn von Uli Hoeneß. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Christian Nerlinger hat dem FC Bayern bei seiner Entlassung als Sportdirektor eine gewisse Gefühlskälte unterstellt. Auf die Frage, ob er vom Verein wie ein Fremder fallen gelassen wurde, antwortete der 41-Jährige. "Na klar. Ich war wütend. Aber wenn Sie eines lernen müssen in diesem konkurrenzbestimmten Fußballgeschäft, dann ist es: Jeder ist ersetzbar - als Spieler oder Manager", sagte der 41-Jährige im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit".

Für den ehemaligen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß sei er zunächst "eine Art Ziehsohn" gewesen. "Uli Hoeneß kann unheimlich viel Nähe zulassen. Wir haben nach meiner Absetzung noch einmal gemeinsam zu Abend gegessen. Die Vertrautheit wich, es herrschte professionelle Distanz - dieses Umschalten beherrscht er gut", äußerte Nerlinger weiter.

Nerlinger ist nicht mehr wütend

Zwei Jahre nach seiner Entlassung "wegen Erfolgslosigkeit" ("Warum sonst?") sei er nun aber "nicht mehr wütend oder traurig, sondern stolz. Es hat jedoch ein Jahr gedauert, bis ich es geschafft habe, auch emotional Abstand zu gewinnen", so Nerlinger.

Er verfolge die aktuelle Entwicklung mit einem "intensiven Gefühl. Einen großen Teil dieser Mannschaft habe ich mit aufgebaut. Es ist schön zu sehen, dass sich die Arbeit gelohnt hat." Aber, dass er etwa "das erste vorbereitende Gespräch" mit Pep Guardiolas Bruder Pere geführt habe, "dafür kann ich mir aber heute nichts mehr kaufen".

In Zukunft wieder als Manager arbeiten

Nerlinger will in Zukunft wieder als Manager arbeiten. "Dieser Beruf bringt Entbehrungen mit sich, aber er füllt mich aus. Nun bin ich bereit, einen Verein als sportlich Verantwortlicher zu führen", sagte der frühere Nationalspieler, der acht Jahre für den FC Bayern gespielt hat und von 2009 bis 2012 Manager war.

In dieser Zeit habe er "natürlich" das Interesse und die Leidenschaft von Hoeneß für dessen Spekulationsgeschäfte "mitbekommen. Von der Steuerhinterziehung habe ich ausschließlich aus den Medien erfahren. Es ist für mich schwer vorstellbar, wie ein Mensch einen solchen Rucksack mit sich rumtragen kann."

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