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Kommentar zu Thomas Schaaf: Chapeau Eintracht Frankfurt!

Kommentar zur Schaaf-Verpflichtung  

Trainer-Coup in Frankfurt: Chapeau Eintracht!

21.05.2014, 15:16 Uhr | Thomas Tamberg, t-online.de

Kommentar zu Thomas Schaaf: Chapeau Eintracht Frankfurt!. Trainer Thomas Schaaf unterschreibt bis 2016 bei Eintracht Frankfurt. (Quelle: imago images/Schmidbauer)

Trainer Thomas Schaaf unterschreibt bis 2016 bei Eintracht Frankfurt. (Quelle: Schmidbauer/imago images)

Ein Kommentar von Thomas Tamberg

Nun ist es also Thomas Schaaf. Gut zweieinhalb Monate nachdem Armin Veh seinen Abschied von Eintracht Frankfurt zum Saisonende angekündigt hatte, haben die Hessen ihren neuen Trainer vorgestellt. Damit ist dem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Bruno Hübner nicht nur ein echter Befreiungsschlag gelungen, sondern sie haben auch den perfekten Trainer für die Eintracht gefunden. Besser kann man nicht arbeiten als dieses Duo bei der Trainerverpflichtung.

Dabei hatte das Umfeld nach der vermeintlichen Absage von Roger Schmidt schon längst den Daumen über die beiden Eintracht-Bosse gesenkt. In einem Artikel der "Frankfurter Rundschau" mit dem Titel "In der Sackgasse" wurde die Trainersuche wenig freundlich beschrieben und es fielen Ausdrücke wie: quälend, auf dem Weg zur Peinlichkeit, danebengegangen, Unverständnis, Dilemma, kein Ruhmesblatt und so weiter.

Schaaf hatte keiner auf dem Zettel

Zuletzt wurden allerlei Namen gehandelt, die sich in den letzten Tagen auf das Trio Di Matteo, Bernd Schuster und Thorsten Fink verdichteten. Mit allen dreien haben sich die Verantwortlichen ohne große Versuche der Geheimhaltung getroffen. Uneingeschränkte Euphorie hätte keiner von ihnen in Frankfurt ausgelöst. Der Name Schaaf war dagegen nie ernsthaft im Gespräch.

Bruchhagen und Hübner entpuppten sich als Meister der Nebelkerzen. Mit der Verpflichtung des 53-Jährigen haben sie alle überrascht. Nichts sickerte über Verhandlungen mit dem Coach nach außen durch. Das spricht für ein intaktes Management. Und nicht nur das: Sie haben vor allem dem populären Trend widerstanden und nicht irgendeinen jungen Wilden verpflichtet, der ein, zwei Jahre irgendwo ein bisschen Erfolg hatte, sondern sie haben die beste Lösung für den Verein engagiert.  

Vehs Arbeit wird fortgesetzt

Der Name Schaaf steht für Offensivfußball. Er braucht keinen totalen Philosophiewandel einführen, sondern kann an die Arbeit von Veh perfekt anknüpfen. Nach 14 Jahren bei Werder Bremen, einer Meisterschaft, drei Pokalsiegen und auch internationalen Erfolgen ist er als Trainer über alle Zweifel erhaben. Im traditionell nervösen Frankfurter Umfeld durchaus eine wichtige Eigenschaft, ebenso wie sein unaufgeregter Führungsstil.

Als Schaaf Bremen übernahm, hatten sich die Norddeutschen im Liga-Mittelfeld etabliert. Ähnlich wie die Eintracht derzeit. Anschließend setzte der Höhenflug ein, der 2009 sogar bis ins Finale des UEFA-Cups führte. Schaaf ist der ideale Mann, um diesen Entwicklungsschritt in Frankfurt zu vollziehen. Man kann den Hessen zu dieser Verpflichtung nur gratulieren und allen voran Bruchhagen und Hübner.

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