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Marco Reus ohne Führerschein am Steuer: "Eine Dummheit"

"Bild"-Zeitung berichtet  

Reus muss wegen Fahrens ohne Führerschein 540.000 Euro zahlen

18.12.2014, 13:40 Uhr | dpa

Marco Reus ohne Führerschein am Steuer: "Eine Dummheit". Marco Reus von Borussia Dortmund (Quelle: imago images/Eibner)

Marco Reus von Borussia Dortmund hat Ärger mit der Staatsanwaltschaft. (Quelle: Eibner/imago images)

Fußball-Nationalspieler Marco Reus ist als Verkehrssünder entlarvt worden. Der Bundesliga-Profi von Borussia Dortmund muss wegen Fahrens ohne Führerschein 540.000 Euro Strafe zahlen. "Das war eine Dummheit", sagte der Mittelfeldspieler der "Bild"-Zeitung. Der Dortmunder Oberstaatsanwalt Henner Kruse bestätigte der Zeitung die Vorwürfe gegen Reus, der demnach zwischen September 2011 und März 2014 mindestens sechsmal vorsätzlich ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto unterwegs gewesen sein soll. "Ihm ist deshalb ein Strafbefehl von 90 Tagessätzen in einer Gesamthöhe von 540.000 Euro zugestellt worden", sagte Kruse dem Blatt.

Reus hat dem Bericht zufolge nie die Führerschein-Prüfung absolviert. "Ich habe mich damals leider entschieden, diesen Weg zu gehen. Die Gründe kann ich heute selbst nicht mehr nachvollziehen", erklärte der 25-Jährige. Reus war offenbar im März mit seinem Sportwagen von der Polizei für eine Kontrolle angehalten worden, dabei fiel den Beamten auf, dass er ohne Führerschein unterwegs war.

Laut "Bild" war der Bundesliga-Profi in den vergangenen Jahren bereits mehrfach wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden. "Ich habe meine Lehren daraus gezogen. So etwas passiert mir nie wieder", beteuerte Reus. Für den BVB-Star ist die Strafe ein weiterer Tiefpunkt im Jahr 2014, in dem er seinem Klub mehrfach länger verletzt fehlte und zudem die Fußball-WM in Brasilien verpasste.

Reus will Führerschein-Prüfung nachholen

Das Bußgeld für Deutschlands Fußballer des Jahres 2012 berechnet sich anhand seines Einkommens. Bei den 90 Tagessätzen geht die Staatsanwaltschaft von einem Netto-Monatseinkommen von 180.000 Euro aus. Vorbestraft wäre Reus damit nicht. Er will den Strafbefehl nach Angaben der "Bild" sofort akzeptieren. "Heute weiß ich: Ich war in dieser Situation viel zu naiv", sagte Reus. Er will sich angeblich nun bei einer Fahrschule anmelden und möglichst bald seine Führerschein-Prüfung nachholen.

Der BVB reagierte mit Zurückhaltung auf die Schlagzeilen. "Wir haben mit Marco gesprochen. Er sieht seinen Fehler ein, spricht selbst von einer großen Dummheit", erklärte Sascha Fligge, Direktor Kommunikation beim Bundesligisten. "Er hat versprochen, dass so etwas nicht wieder vorkommt", sagte Fligge. "Weil wir Marco nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch sehr schätzen, sehen wir keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln." Ob Reus disziplinarische Maßnahmen seitens des Vereins zu erwarten hat, wurde nicht mitgeteilt.

Auch Jürgen Klopp zeigte sich auf der Pressekonferenz optimistisch, dass derlei Schlagzeilen ab sofort der Vergangenheit angehören. Reus sei "maximal einsichtig", sagte der BVB-Coach.

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