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Marco Reus bleibt beim BVB - so geht Krisen-Management!

Kommentar zum Reus-Vertrag  

Der BVB zeigt: So geht echtes Krisen-Management

10.02.2015, 17:46 Uhr | jfv

Marco Reus bleibt beim BVB - so geht Krisen-Management!. Marco Reus und Trainer Jürgen Klopp (re.): Borussia Dortmund arbeitet sich aus der Krise. (Quelle: imago images/Chai v.d. Laage)

Marco Reus und Trainer Jürgen Klopp (re.): Borussia Dortmund arbeitet sich aus der Krise. (Quelle: Chai v.d. Laage/imago images)

Ein Kommentar von Jan Vogel

Marco Reus verlängert seinen Vertrag bei Borussia Dortmund. Und das inmitten der größten sportlichen Krise der letzten 15 Jahre. Der Revierklub spricht in seiner Pressemitteilung euphorisch von einer "wunderbaren Nachricht für fast zehn Millionen Fans", dass der 25-Jährige bis 2019 unterschrieb und seiner Heimatstadt über das Saisonende hinaus erhalten bleibt. Unabhängig davon, wie lang die Beziehung am Ende tatsächlich hält, und wie viel Geld dafür in die Hand genommen wurde, stellt der BVB damit eindrucksvoll unter Beweis, wie echtes Krisen-Management funktioniert: Hurra, wir leben noch!

Die Vertragsverlängerung von Reus ist auch eine deutliche Antwort auf die zahlreichen Abgesänge in den letzten Wochen und Monaten. Das Thema Abstieg ist plötzlich so akut wie sehr, sehr lange nicht. Auch der scheinbar sakrosankte Trainer und Vater des Erfolgs Jürgen Klopp war für viele Experten nicht mehr unantastbar. "Echte Krise" statt "Echter Liebe" spotteten nicht wenige. Das System schien am Ende, ein Umbruch in der Mannschaft am Ende der Saison für viele unausweichlich, Marco Reus schon so gut wie bei Real Madrid. Und nun das: Der BVB manövriert sich langsam, aber Schritt für Schritt aus der Krise.

Schwarz auf weiß: Das Team hat eine Zukunft

Wie der Riese Gulliver schüttelt die Borussia immer mehr Ketten ab, die den Klub in den letzten Monaten so schwer belasteten. Zunächst hielten BVB-Boss Watzke und Manager Zorc allen "Mechanismen der Branche" zum Trotz in aller Deutlichkeit am mitunter sichtlich angeschlagenen Coach fest. Unmut der Fans bekamen Klopp und seine Spieler nur zwei Mal in Ansätzen zu spüren. Gegen den SC Freiburg zeigten die BVB-Profis wieder, welche spielerische Klasse in ihnen steckt. Und jetzt demonstriert der größte Star im Kader schwarz auf weiß, dass diese Mannschaft womöglich doch noch eine große Zukunft hat.

Thema Abstieg ist längst noch nicht weggewischt

Es sei sein Herz gewesen, dass zu der Entscheidung geführt habe, heißt es. Tatsächlich dürfte ganz unromantisch auch das Portemonnaie für Reus eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben. Schließlich ist von einer Gehaltssteigerung auf acht Millionen Euro pro Jahr die Rede. Ob er auch im Falle eines Abstiegs bleibt, ist außerdem fraglich. Das Thema ist schließlich längst noch nicht weggewischt. Auch dass Reus vielleicht zum Uwe Seeler von Dortmund wird, ist zunächst nicht mehr als eine schöne Hoffnung für Fans und Verantwortliche.

Dennoch ergreift der BVB derzeit genau die richtigen Maßnahmen, um das größtmögliche Desaster abzuwenden. Die Verantwortlichen senden klare Zeichen an die Konkurrenz, dass die brisante Lage des Vizemeisters im Tabellenkeller nur als ein deftiger Ausrutscher und nicht als langfristiger Absturz zu verstehen ist.

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